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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BOG: Mindestlohnerhöhung beschäftigt Branche
Jens Stechmann, Vorsitzender des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG) erinnerte daran, dass die seit dem 1. Januar 2015 rasant ansteigenden Lohnkosten für die auf Sonderkulturen spezialisierten Betriebe eine massive Belastung darstellen. Die im Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums geplante Anhebung ab dem 1. Oktober 2022 stellt einen Eingriff des Gesetzgebers in die Tarifautonomie dar. Neben den steigenden Lohnkosten sind die Betriebe zudem zusätzlich mit z. B. steigenden Energie und Landpreisen belastet. Theoretisch müssten die Produkte hochpreisiger vermarktet werden, was jedoch aufgrund des massiven Drucks durch Importwaren in den meisten Fällen verhindert wird. Die Annahme, dass die meisten Konsumierenden automatisch zu regionalen oder sogar ökologisch produzierten Waren greifen, ist nicht belegbar. Das tatsächliche Kaufverhalten der deutschen Konsumenten unterscheidet sich stark von den Aussagen, die bezüglich Vorlieben gegenüber regionalen Produkten in Umfragen etc. getroffen werden.
Stechmann befürchtet einen deutlichen Strukturwandel zu Lasten kleinerer Betriebe sowie das fortschreitende Wegbrechen der regionalen Produktion. Der BOG-Vorsitzende kündigte an, die jeweiligen politischen Akteure vor Ort über die Betroffenheit aufzuklären und den direkten Dialog zwischen landwirtschaftlichen Unternehmern und Unternehmerinnen und der regionalen Politik zu etablieren. Er fordert die politischen Entscheider auf, machbare Übergangsregelungen zu schaffen und Sonderkulturbetriebe zu entlasten. (ZVG/BOG)

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