Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BÖLW: Warnt vor Abschaffung der Wahlfreiheit

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit könnte am Freitag eine Mehrheit unter Vertretern der EU-Mitgliedstaaten für den Vorschlag der polnischen Ratspräsidentschaft zur geplanten Aufweichung der Gentechnikstandards zustande kommen.

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist der Dachverband der deutschen Bio-Bauern, -Hersteller und -Händler.

Die Positionen der EU-Kommission und Polens zielen auf die Abschaffung der meisten Vorschriften zu Neuen Genomischen Techniken (NGT). Wegfallen sollen die wissenschaftsbasierte Risikoprüfung sowie die Kennzeichnung von NGT-Produkten. Ungeklärt ist, wie biologischer und gentechnikfreier Anbau neben Gentechnik-Anbau koexistieren kann sowie die Haftungsfrage im Falle unbeabsichtigter Kontamination.

BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres kommentiert:

„Auch die polnische Ratspräsidentschaft hat die für Bio existenziellen Fragen wie Koexistenz, Haftung, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit sträflich ignoriert. Bio-Unternehmen brauchen klare und rechtssichere Regeln, um gemäß den Prinzipien der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft weiterhin ohne Gentechnik wirtschaften zu können. Statt die Wachstumsmärkte Bio und “Ohne Gentechnik” zu stärken, wollen Kommission, Rat und Parlament Grundprinzipien der EU wie das Vorsorge- und Verursacherprinzip und damit den Verbraucher- und Umweltschutz schleifen. 

Gemeinsam mit Greenpeace, IFOAM Europe, Friends of the Earth Europe, Oxfam und rund 200 weiteren Organisationen appellieren wir an die politischen Akteure, neue Gentechnik weiterhin streng zu regulieren und die gentechnikfreie Produktion zu schützen. Wir rufen Bürgerinnen und Bürger, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie Wirtschaftsakteure dazu auf, mit uns für ein modernes Gentechnikrecht einzutreten, das die Wahlfreiheit beim Einkauf und die hohen Qualitätsstandards in Europa sichert!“ 

Hintergrund

Die Regulierung von NGT steht am 14. März auf der Agenda des Ausschusses der ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten (ASTV, frz. Coreper). Bei einer qualifizierten Mehrheit im ASTV würden sogenannte Trilog-Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Europäischem Parlament und Europäischem Rat über den finalen Text der neuen Verordnung über NGT beginnen.

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