Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BÖLW: Steigende Bio-Nachfrage, knappes Angebot

Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland stieg 2025 um 6,7% auf 18,23 Mrd. Euro.

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist der Dachverband der deutschen Bio-Bauern, -Hersteller und -Händler.

Die Ökolandbau-Fläche wuchs um 1,1%. Der Bio-Anteil an der gesamten Agrarfläche erreicht 11,7%; jeder siebte Hof in Deutschland wirtschaftet ökologisch. Diese Branchenkennzahlen nannte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zum Auftakt der Bio-Weltleitmesse Biofach.

Mindestens 388.000 Menschen sind in der gesamten Bio-Wertschöpfungskette beschäftigt. 45% der Bio-Herstellungs- und -Handelsunternehmen planen Neueinstellungen. Besonders hoch ist der Bio-Anteil im wachsenden Lebensmittel-E-Commerce mit mittleren Werten von 20%. Die junge "Gen Z" greift zu 90% zu Bio.

Die steigende Nachfrage führt zu Knappheiten bei Bio aus Deutschland. Sogar die Erzeugung der gängigsten Feldgemüsearten reicht nicht für die Inlandsversorgung: Rund 40% der Bio-Möhren und 25% der Bio-Zwiebeln wurden 2024 importiert. Auch bei tierischen Erzeugnissen – Milch, Butter, Fleisch – steigen die Importe. Gut ein Drittel des Bio-Schweinefleischs stammte 2024 aus Nachbarländern; in 2025 kamen Belgien und Spanien als Lieferländer hinzu.

Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des Bio-Spitzenverbands BÖLW, kommentiert: "Das zweite Jahr in Folge sorgt Bio für deutliches Wachstum und ist damit Leuchtturm im deutschen Lebensmittelmarkt. Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen die Wertigkeit von Bio – trotz Inflation und Wirtschaftskrise.

Die Erzeugung auf den Feldern kommt allerdings mit der Nachfrage nicht mit. Handel und Herstellung müssen Bio zunehmend aus dem Ausland holen. Das ist eine vertane Chance für eine Branche, die fast 400.000 Menschen hierzulande Arbeit und damit Heimat gibt – vor allem in Verarbeitung und Herstellung.

Höfe und Verarbeiter-Betriebe brauchen jetzt deutliche Signale aus der Politik! Zur deutschen Nachhaltigkeitsstrategie gehört das 30-Prozent-Bio-Ziel. Die Bundesregierung muss dazu die Bio-Strategie umsetzen, damit Böden und Gewässer, damit Insekten und Vögel eine Chance haben trotz Klimawandel und Artenschwund.

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