Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BÖLW: Pestizidreduktion kann nicht warten

"Die Weltnaturkonferenz in Montreal zeigte, wie existenziell die Menschheit vom Artensterben betroffen ist."

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist der Spitzenverband landwirtschaftlicher Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel in Deutschland.

Die Entscheidung im Rat der EU-Staaten, gegen den Widerstand Deutschlands, den Gesetzgebungsprozess für eine neue Verordnung zum nachhaltigeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln für eine erneute Folgenabschätzung zu unterbrechen, kommentiert Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand des Bio-Spitzenverbands Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

„Die Weltnaturkonferenz in Montreal zeigte, wie existenziell die Menschheit vom Artensterben betroffen ist. Besonders in Agrarlandschaften ist das Artensterben dramatisch. Aktuelle Studien beweisen, dass chemisch-synthetische Pestizide dabei maßgeblich sind. Schutzgebiete sind wichtig, aber sie können die Schäden chemisch-synthetischer Pestizide auf den Agrarflächen nicht kompensieren. Das Abschlussdokument der Weltnaturkonferenz fordert deshalb alle Unterzeichner-Staaten explizit zu einer ambitionierten Pestizidreduktion auf.

Die EU-Kommission muss jetzt der Verzögerungstaktik der Ratsmehrheit mit einer besonders schnellen Folgenabschätzung begegnen, so dass wirksame Reduktionsmaßnahmen zügig beschlossen werden können.

Parallel sind Umweltministerin Steffi Lemke und Agrarminister Cem Özdemir in der Verantwortung für Deutschland schnell eine konsequente Pestizidreduktionsstrategie auf den Weg zu bringen. Wichtiges und unmittelbar wirksames Instrument dafür ist der Ökolandbau. Er setzt auf über 95% der Flächen keinerlei Pestizide ein. In Dauer- und Sonderkulturen werden Naturstoff-Präparate verwendet. Chemisch-synthetische Pestizide und jegliche Herbizide sind ohnehin tabu. Je schneller und konsequenter EU, Bund und Länder ihre Ausbauziele für den Ökolandbau umsetzen, desto besser für die Artenvielfalt und für die Perspektiven der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland.“ (BÖLW)

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