Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BÖLW: Kritisiert Rainers Dürrehilfe mit der Gießkanne

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft kritisiert die Pläne von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, die Direktzahlungen an alle deutschen Landwirte 2027 deutlich zu erhöhen als Kompensation für Ernteausfälle in diesem Jahr - unabhängig davon, ob ihre Flächen von Dürre betroffen waren.

Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) ist der Dachverband der deutschen Bio-Bauern, -Hersteller und -Händler.

Peter Röhrig, geschäftsführender Vorstand des Bio-Spitzenverbands, kommentiert:„Das Verteilen der Mittel an alle Betriebe wird versickern wie der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Auf alle verteilt werden die Zahlungen je Hof so gering sein, dass es keinen von Dürre und Missernten gebeutelten Betrieb rettet. Dabei ist klar, dass notleidende Betriebe jetzt Hilfe brauchen! Für die Betriebe wiederum, die dieses Jahr gute Ernten hatten, führt der Zuschuss kaum zu mehr vorsorgendem Klimaschutz. Deutschlands Landwirtschaft braucht Investitionen in effektiven Klimaschutz und Klimaanpassung. Der Ökolandbau ist eine solche Investition, weil er Wasser auf vielfältige Weise schützt: Er bewahrt es vor giftigen Einträgen. Er hält Wasser besser im Boden, weil Bio-Böden höhere Versickerungsraten haben. Dadurch schützt er sogar nachweislich vor der Überflutung von angrenzenden Siedlungen.“

Hintergrund

Dem Vorhaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat sollen die Direktzahlungen an die landwirtschaftlichen Betriebe von rund 4,1 Mrd. Euro 2026 auf 4,9 Mrd. im Jahr 2027 steigen. Bisher wurden diese Mittel genutzt, um Agrarumwelt- und Ökosystemleistungen zu honorieren. 

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