Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BÖLW: Fordert GAP-Reform, die zum 30% Öko-Ziel passt

Während der diversen Austausch- und Debattenformate, die anlässlich der Öko-Feldtage im hessischen Villmar stattfanden, forderte Tina Andres, Vorstandsvorsitzende Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW), wiederkehrend eine dringend stärkere Unterstützung seitens der Politik, um Landwirtschaft fit für die Zukunft zu machen.

BÖLW fordert eine GAP-Reform, die zum 30% Öko-Ziel passt. Bild: Foto Header: Kathrin Jäckel, BNN.

Tina Andres kommentiert: „Nicht nur auf den Öko-Feldtagen beweist die gesamte Bio-Branche ihre wegweisende Innovationskraft und Leistungsfähigkeit: Ob auf dem Acker, bei der Gerätetechnik oder im Forschungsstall. Das Ziel: Die großen Herausforderungen beim Klimaschutz, dem Erhalt der Artenvielfalt, beim Gewässerschutz und der artgerechten Tierhaltung meistern. Deshalb ist es richtig, dass sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt hat, bis 2030 30% Öko-Landbau zu ermöglichen.

Um dieses Ziel zu realisieren, muss Agrarminister Cem Özdemir bei der nationalen Umsetzung der neuen EU-Agrarpolitik (GAP) die erforderlichen Mittel einplanen. Aktuell liegt die Bio-Fläche in Deutschland bei knapp 11%. Wenn der Minister lediglich Finanzmittel vorsieht, die 3% zusätzliche Bio-Fläche bis 2027 ermöglichen, rückt das 30% Ziel in weite Ferne und die vielen veränderungsbereiten, konventionellen Betriebe erhalten keine Bio-Perspektive. Dass die finanziellen Anreize zur Umstellung auf Bio erhöht werden, ist wichtig, um die Leistungen von Bio für Klima, Biodiversität und saubere Gewässer angemessen zu honorieren.

Die GAP-Pläne müssen massiv verändert werden, um die strukturelle Benachteiligung der Bio-Bäuerinnen und -Bauern aufzulösen. Dazu zählt auch die Anerkennung der Umweltleistungen auf der gesamten bewirtschafteten Bio-Fläche und die Fortsetzung des bewährten Prinzips, dass Bio 'Green by definition' ist.“

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