Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BÖLN: Was tun gegen den Pflaumenwickler?

Die Larven des Pflaumenwicklers gehören zu den wichtigsten Schaderregern im Pflaumen- und Zwetschenanbau. Vor allem im ökologischen Obstbau gibt es zurzeit keine zufriedenstellenden Strategien zur Bekämpfung des Insekts.

Die Larven des Pflaumenwicklers gehören zu den wichtigsten Schaderregern im Pflaumen- und Zwetschenanbau. Vor allem im ökologischen Obstbau gibt es zurzeit keine zufriedenstellenden Strategien zur Bekämpfung des Insekts. Wissenschaftler der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg haben im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) in einem 5-jährigen Forschungsprojekt alternative Möglichkeiten zur Regulierung untersucht. Als wirksamste Maßnahme erwies sich dabei der großflächige Einsatz von Sexuallockstoffen, die sogenannte Verwirrungsmethode. Durch die hohe Konzentration an Lockstoffen finden männliche und weibliche Falter nicht mehr zueinander, so dass die Vermehrung unterdrückt wird. In Freilandversuchen erzielten die Forscher damit Wirkungsgrade von bis zu 90 Prozent, jedoch nur bei geringem Befall und größeren Anbauflächen (über 1 ha). Allerdings hat der eingesetzte Lockstoff noch keine Zulassung für den ökologischen Obstbau. Für kleinere Flächen bewährte sich das Anbringen von Wellpappe im unteren Drittel des Stammes, die die Larven der 1. Generation zur Überwinterung nutzen. Entscheidend für die Wirksamkeit dieser Maßnahme ist es, die Pappe frühzeitig anzubringen, am besten bis Ende Juni. Auch der Einsatz insektenpathogener Nematoden ist nach Ansicht der Forscher ein geeigneter Baustein einer Bekämpfungsstrategie. Die Nematoden dringen in die Larven des Pflaumenwicklers ein und töten diese ab, bevor sie ihr Überwinterungsversteck in der Borke oder im Boden erreichen. Bei der Ausbringung von Nematoden mit einer umgebauten Pflanzenschutzspritze im unteren Stammbereich und im Boden wurden Wirkungsgrade von bis zu 70% erreicht. Der Bekämpfungserfolg schwankte jedoch sehr stark in den einzelnen Versuchsjahren. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Witterung bei der Ausbringung (möglichst feucht) und der Ausbringungstermin über den Erfolg der Maßnahme entscheiden. Mit dem Einsatz von Schlupfwespen (Trichogramma), die über Kärtchen oder Kugeln ausgebracht wurden, erzielten die Forscher dagegen nur durchschnittliche Bekämpfungserfolge. Da diese Methode sehr witterungsabhängig und zudem teuer ist, raten die Experten Praktikern davon ab. (böln) 

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