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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Bodeninventur: Feldarbeiten abgeschlossen
Die Probenahmen für die größte Bodeninventur Deutschlands dauerten knapp sieben Jahre und führten die Untersuchungsteams durch das gesamte Bundesgebiet.
Für die Erhebung hatte das Thünen-Institut für Agrarklimaschutz in einem 8 x 8 km Raster die Böden der Felder und Wiesen in ganz Deutschland bis in einen Meter Tiefe beprobt. Mit dieser im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft durchgeführten Bodeninventur wird erstmalig die Kohlenstoffmenge bestimmt, die in landwirtschaftlichen Böden Deutschlands als Humus gespeichert ist. Diese Kohlenstoffspeicherung ist nicht nur wichtig für die Bodenfruchtbarkeit, sondern auch für das Klima und den Klimaschutz, denn jede Tonne Kohlenstoff, die im Boden festgelegt ist, entlastet die Atmosphäre vom Treibhausgas Kohlendioxid. Mit der Bodenzustandserhebung Landwirtschaft wird folglich auch das Klimaschutzpotenzial der landwirtschaftlich genutzten Böden erfasst. Eine Wiederbeprobung im Turnus von 10 Jahren ist bereits in Planung. „Dies würde uns ermöglichen, Veränderungen des Humusvorrats aufzuzeigen und den Beitrag der deutschen Landwirtschaft zum Klimaschutz durch den Erhalt und den gezielten Aufbau von Humus zu dokumentieren“, erklärt Dr. Axel Don vom Thünen-Institut. „Eine Landwirtschaft, die Humus aufbaut, macht die Böden außerdem fit für die Zukunft, denn sie verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und die Struktur des Bodens. Damit werden Böden und Pflanzen weniger anfällig für Trockenstress und andere Wetterextreme“.
Eine bundesweite Bodeninventur ist nur mit vielen helfenden Händen zu bewältigen. An rund 3.100 Probenahmestellen wurden in den letzten Jahren mehr als 260 t Boden in Form von 155.290 Einzelproben gewonnen und nach Braunschweig ins Bodenlabor des Thünen-Instituts transportiert. „Bei uns laufen die Bodenaufbereitung und Analysen auf Hochtouren, denn bis Ende 2018 sollen alle Messergebnisse vorliegen“, sagt Laborleiter Dr. Arne Heidkamp. „Mit dem Ende der Freilandarbeiten ist ein wichtiger Meilenstein geschafft“, erläutern Dr. Anna Jacobs und Roland Prietz vom Koordinationsteam der Bodenzustandserhebung Landwirtschaft. „Unser Dank gilt besonders den vielen Landwirten, die teilgenommen haben und uns bei der Beprobung ihrer Böden unterstützten. Man merkt, dass den Landwirten das Thema Boden wichtig ist, denn die Böden sind ihr wichtigstes Kapital.“ Über 32.000 Telefonate führte die Koordinationszentrale im Thünen-Institut mit den Landwirten, um die Probenahmen optimal vorzubereiten und die Wünsche der Landwirte zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden den einzelnen Betrieben zur Verfügung gestellt.
Die laufenden Messungen und Auswertungen lassen interessante Ergebnisse erwarten. „Es zeichnet sich ab, dass in den landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland insgesamt deutlich mehr organischer Kohlenstoff bevorratet ist als in allen Bäumen, die in Deutschland wachsen“, sagt Dr. Axel Don. „Die Bedeutung der landwirtschaftlichen Böden für den Klimaschutz ist damit größer als wir bisher angenommen haben“. (Thünen)

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