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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BNN: Fordert Absenkung der Mehrwertsteuer für Bio
Der Naturkostfachhandel wies auch 2016 ein stabiles Wachstum auf: insgesamt wurden 3,21 Mrd. Euro im Naturkost-Fachhandel umgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung um 5,6% zum Vorjahr. Die gleiche, gute Entwicklung lässt sich auch für den Naturkostgroßhandel in Deutschland ablesen. Hier wurden 1,63 Mrd. Euro in 2016 an Gesamtvolumen erreicht – 2015 waren es noch 1,55 Mrd. Trotz der erneut guten Zahlen warnt der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V. davor, die Entwicklung als Selbstläufer zu verstehen und appelliert an die Politik, bewusst Weichen zu stellen. „Wer Bio-Lebensmittel kauft, unterstützt mit seinen persönlichen finanziellen Mitteln aktiv den Umwelt- und Tierschutz und trägt zur Erhaltung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bei. Dies gilt insbesondere für Kunden, die im Bio-Laden oder Bio-Supermarkt einkaufen, da dort die höchsten verbindlichen Standards gelten“, erklärt Elke Röder, Geschäftsführerin des Bundesverband Naturkost Naturwaren. „Eine repräsentative Umfrage des BNN hat ergeben, dass Bio-Kunden dies sehr bewusst tun – aus Verantwortung für kommende Generationen. Die Vorzüge für Mensch, Tier, Umwelt und Klima, die die Bio-Branche täglich erarbeitet, muss durch den Gesetzgeber endlich auch ökonomisch anerkannt werden. Daher fordern wir für Bio-Lebensmittel die Mehrwertsteuer von sieben Prozent oder für manche Produkte sogar von 19% auf drei Prozent zu verringern. Hier geht es nicht um Subventionierung, sondern um Steuergerechtigkeit für die Verbraucherinnen und Verbraucher und um eine bewusste Weichenstellung zur Belohnung nachhaltiger Lebensstile“, bekräftigt Röder die Forderung des Verbands.
Der Bundesverband Naturkost Naturwaren begründet seine Forderung auch mit den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland formulierten Staatszielen: dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen sowie dem Tierschutz. In der bundesdeutschen Land- und Lebensmittelwirtschaft werden diese beiden Ziele nirgends nachhaltiger verfolgt als in der Bio-Branche. Hinzu kommt, dass die Produktion und Deklaration von Bio-Lebensmitteln auf einer eigenen Gesetzesgrundlage basieren und somit in besonderer Weise überwacht werden. Eine zusätzliche Facette, die Beachtung verdient.
In 2016 wurden für die Haushalte von insgesamt 12,11 Mio. Menschen Lebensmittel in Bioläden eingekauft.[1] Der Markt mit Bio-Lebensmitteln ist im vergangenen Jahr auf über neun Milliarden Euro Umsatz angewachsen.[2] „Das ist zweifelsohne eine beispiellose Entwicklung. Vor allem, weil sie auf der Einsicht und dem Weitblick der Bio-Käufer gründet. Sie haben die Vorteile der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft erkannt. Durch die Senkung der Mehrwertsteuer würde die Attraktivität dieses Ernährungsstils für eine noch größeren Bevölkerungsgruppe steigen. Denn die Bewahrung unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen sollte auch gemeinsam erfolgen“, so Röder.
[1] IfD Allensbach 2016/ AWA 2016.
2 Handelsblatt Global, “The Organic Retail Revolution”, 22.01.2017.

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