Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BMUKN: Schneider gibt Startschuss für Ausbau der Moorforschung in Greifswald

Bundesumweltminister Carsten Schneider und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig haben in Berlin bei einer Auswärtigen Kabinettssitzung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern einen Förderbescheid zum Ausbau der Greifswalder Moorforschung übergeben.

Die Moorforschung in Greifswald hat eine über 200 Jahre lange Tradition. Bild: GABOT.

Seit Juli 2026 fördert das Bundesumweltministerium ein Forschungsvorhaben Moor mit insgesamt rund 14 Mio. Euro. Dabei sollen dringende Forschungsfragen zu Mooren mit hoher Praxisrelevanz gelöst und die Moor-Forschung gestärkt und weiterentwickelt werden. Dafür sollen unter anderem international einzigartige Datenbanken und Forschungsinfrastruktur zu Mooren ausgebaut werden. Im Fokus wird exzellente Forschung zu Biodiversität, Wasserhaushalt und nachhaltiger Nutzung von Mooren und die Bereitstellung von praxisrelevantem Wissen stehen. Die Expertise fließt ein in die Erarbeitung von konkreten Anwendungsfällen und in die Entwicklung von Wertschöpfungsketten für Produkte aus der nassen Moorbewirtschaftung.

Bundesumweltminister Carsten Schneider: „Greifswald ist international das führende Zentrum für Moorforschung und hilft uns dabei, noch mehr über die Moore zu lernen. Nasse Moore helfen uns enorm beim Klimaschutz und dabei, in Dürrezeiten Wasser in der Landschaft zu halten. Über Jahrhunderte hinweg wurden Moore in Deutschland entwässert. Die Folgen erleben wir heute: Grundwasserspiegel sinken ab, Wälder vertrocknen, Treibhausgase entweichen und heizen den Planeten auf. Anders, wenn wir sie wieder in ihren ursprünglichen, nassen Zustand bringen: So können wir Wasser in der Landschaft halten, so dass selbst in Dürrezeiten Landwirtschaft möglich bleibt. Das hat Vorteile, die uns allen helfen: Starkregen können gepuffert und gespeichert werden für Dürrephasen. Die Grundwasservorräte füllen sich auf. Damit ist wieder bis weit ins Umland hinein genug Wasser vorhanden. Die Moorstandorte können wieder die natürliche Klima-Anlage werden, die sie jahrtausendelang waren. Die Moorforschung ist die notwendige Grundlage dazu. Mit dieser Förderung stärken wir sie - und zudem auch noch die Forschungslandschaft in Nordost-Deutschland."

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig: „Unsere Moore haben eine besondere Bedeutung. Sie schützen das Klima, fördern die Artenvielfalt, speichern Wasser und eröffnen neue Perspektiven für die nachhaltige Erzeugung von Biomasse. Greifswald ist der führende Standort in der Moorforschung in Deutschland. Wir freuen uns sehr über die Entscheidung von Bundesumweltminister Schneider, den Ausbau der Moorforschung in Greifswald in den kommenden vier Jahren mit 14 Mio. Euro zu unterstützen. Auch das Land beteiligt sich mit 700.000 Euro am Aufbau des Greifswald Moor Instituts. Damit stärken wir Vorpommern als Forschungsstandort und den Klima- und Umweltschutz."

Die Moorforschung in Greifswald hat eine über 200 Jahre lange Tradition. Die bundesweit einzige Professur für Moorforschung ist an der Universität Greifswald verortet. Rund 100 Personen von drei Fakultäten forschen dort gegenwärtig zu Mooren. Das GMC als eine Kooperation von Universität Greifswald, Michael Succow Stiftung, DUENE e.V. und Stiftung Moorbibliothek, bildet eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Durch die Förderung wird der weitere Entwicklungsweg zu Erhalt der bisher aufgebauten Expertise und Forschungsinfrastruktur ermöglicht.

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