Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BMEL: Torffrei gärtnern, Klima schützen

BMEL treibt Torfminderung zum Moorschutz voran.

BMEL treibt Torfminderung zum Moorschutz voran. Bild: GABOT.

Obwohl Moore nur knapp 3% der Landfläche der Erde ausmachen, binden sie weltweit mehr Kohlenstoff als sämtliche Wälder auf der Welt zusammen. Damit sind Moorböden die mächtigsten terrestrischen Kohlenstoffspeicher, die wir haben. Der Torfabbau hat Auswirkungen auf das Klima: Durch die Trockenlegung von Mooren wird der Kohlenstoff aus dem Torf im Laufe der Zeit freigesetzt, in Form des Treibhausgases CO2. Besonders viele Emissionen werden in kurzer Zeit frei, wenn man Torf abbaut und nutzt. Die Verwendung von torfbasierten Erden trägt also zur Erderwärmung bei. Es liegt daher auf der Hand, dass Moore geschützt werden müssen.

Zum Schutz der Moore hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gemeinsam mit seinen Forschungseinrichtungen ein Maßnahmenkonzept entwickelt, um die Verwendung von Torf im Erwerbsgartenbau bis 2030 weitgehend zu reduzieren. Im Hobbybereich soll der Einsatz von Torf bis 2026 beendet werden.

Wenn der Torfverbrauch reduziert werden soll, braucht es Ersatz. Die Entwicklung von Alternativen ist deshalb ein zentraler Aspekt der Maßnahmen zur Torfminderung. Das BMEL fördert deutschlandweit Projekte, in denen Betriebe intensiv dabei unterstützt werden, auf torfreduzierte Substrate umzustellen. Darüber hinaus sollen Fachstellen eingerichtet werden, die Gartenbetriebe während der gesamten Umstellungsphase individuell begleiten.

Im Einzelnen sieht das Konzept unter anderem folgende Maßnahmen vor:

  • Mit den Sparten des Gartenbaus abgestimmtes Vorgehen zur einvernehmlichen und freiwilligen Verringerung der Torfanteile in Kultursubstraten und Blumenerden
  • Erforschung von ökonomisch konkurrenzfähigen Lösungen zum vollständigen Torfersatz
  • Entwicklung von Modell- und Demonstrationsvorhaben zum langfristen Torfersatz
  • Fach- und Verbraucherinformation zu den Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Torfersatz
  • Vorgaben für die öffentliche Beschaffung (BMEL)

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