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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BMEL: Forschungsförderung zum Schutz der Insekten
Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, übergab am 9. Oktober im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Förderbescheide für ein Verbundvorhaben sowie ein Einzelvorhaben zum Insektenschutz. Die Förderung beträgt 5,6 Mio. Euro und erfolgt im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe.
Dazu erklärte die Ministerin: „Unsere Insekten sind systemrelevant. Der Schutz der Insekten hat deshalb hohe Priorität. Wir können den politischen Rahmen setzen. Aber die Wissenschaftler und Praktiker bauen dafür das Fundament. Gemeinsam mit Praxisbetrieben richten sie zum Beispiel Landschaftslabore ein und untersuchen dort besonders insektenschonende Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen. Mit unserer Förderung stärken wir diese Forschung und damit den Insektenschutz. Mein Ministerium entwickelt darüber hinaus eine Ackerbaustrategie, die den Fokus unter anderem auf Insektenschutz und Biodiversität legt. Und: Das Thema müssen wir global denken. Beim G20-Agrarminstertreffen in Argentinien habe ich deshalb für meine Strategie geworben und werde sie beim nächsten Treffen der G20 Agrarminister vorstellen. Auch mit der Digitalisierung in der Landwirtschaft, dem sogenannten precision farming, können Insekten künftig besser geschützt werden, indem Dünger und Pflanzenschutzmittel passgenau ausgebracht werden.“
Hintergrund:
Im Rahmen des Verbundvorhabens des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, des Julius Kühn-Instituts, des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen wollen die Projektpartner in den nächsten drei Jahren zusammen mit Praxisbetrieben drei Landschaftslabore in typischen Agrarräumen Deutschlands einrichten. Dort sollen besonders insektenschonende Anbausysteme mit nachwachsenden Rohstoffen etabliert und untersucht werden. Die vier Teilvorhaben sind u. a. auf die Entwicklung von Maßnahmen und Methoden, die Maßnahmenumsetzung, die Untersuchung der Wirkungen von Anbausystemen mit nachwachsenden Rohstoffen auf Insekten sowie den Transfer des landwirtschaftlichen Wissens in die wissenschaftliche gestützte Maßnahmengestaltung gerichtet. Das Einzelvorhaben des Landesforsts Mecklenburg-Vorpommern zielt auf die Erarbeitung, Optimierung und Umsetzung von Schutzstrategien für Insektenpopulationen, die durch Waldfragmentierung besonders gefährdet sind. Dazu soll ein Biotopverbund im Wald als auch landschaftsübergreifend modelliert und beispielhaft umgesetzt werden.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat allein auf Basis des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe in den letzten Jahren ungefähr 100 Vorhaben, die auch der Insektenbiodiversität dienten, unterstützt. Das Mittelvolumen lag bei mehr als 23 Mio. Euro.
Das BMEL unterstützt die Länder dabei, vielfältige Maßnahmen zum Schutz der Wildund Honigbienen (z.B. Anlage von Blühstreifen und Blühflächen) zu fördern. Ebenso trägt das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und sonstige Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) sowie die Eiweißpflanzstrategie zum Bienenschutz und Förderung von Bestäubern bei.
Bundesministerin Julia Klöckner hatte bereits im Mai dieses Jahres auf europäischer Ebene dafür gestimmt, dass einige bienenschädliche Neonikotinoide im Freiland nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Gleichzeitig starteten zahlreiche Initiativen zum Schutz von Bienen und Insekten: Neben der Kampagne zum Bienenfüttern bietet auch das Pflanzenlexikon und die Bienen-App des BMEL wertvolle Tipps. (Quelle: BMEL)

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