- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- BMEL: Bedeutung der Bienen ist enorm
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BMEL: Bedeutung der Bienen ist enorm
Die Bienen haben eine große Bedeutung für unser Ökosystem. Sie tragen maßgeblich zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei und dazu, dass es eine große Auswahl an Obst, Gemüse und Blumen gibt. Sie sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor: Zwischen 800 und 900 Euro beträgt der Bestäubungswert eines Bienenvolkes. Nach Schätzungen der Universität Hohenheim beträgt der ökonomische Wert der Bestäubung weltweit 70 bis 100 Mrd. Euro und in Deutschland etwa 2,5 Mrd. Euro. Zu den wichtigsten insektenbestäubten Nutzpflanzen gehören Obstbäume, Raps, Sonnenblumen, Erbsen, Bohnen, Paprika, Tomaten, Gewürzkräuter, Wein und Getreide. Neben Rind und Schwein gehört die Biene also zu den drei wichtigsten Nutztieren.
Anlässlich des Weltbienentags erklärt die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: „Die Biene ist ein Tausendsassa, sie ist systemrelevant – geht es ihr gut, geht es uns allen gut. 80% der 800 heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen, rund 85% der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau hängen in Deutschland von der Bestäubung ab. Für 500 Gramm Honig werden circa 75.000.000 Blüten bestäubt. Das verdeutlich die enorme Bedeutung für die Artenvielfalt und unsere Volkswirtschaft. Honig können wir importieren, die Bestäubungsleistung nicht. Bienen sind Garant für Biodiversität und volle Regale in den Läden. Ohne sie würde hier ein Drittel der Produkte fehlen.
Und deshalb: Helfen wir den Bienen! Gefragt ist hier nicht allein die Landwirtschaft, einen Beitrag kann jeder leisten. Wie das geht, zeigt unsere Initiative www.bienenfuettern.de. Denn nur wo etwas blüht, kann auch etwas gesammelt werden.“
Auf bienenfuettern.de sind viele Informationen rund um Bienen und eine große Auswahl bienenfreundlicher Pflanzen zusammengetragen. Dort finden sich auch Tipps, wie man seinen Balkon oder Garten zu einem Bienen-Buffet machen kann. Auf EU-Ebene wurden auch drei neue Kategorien von ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) eingeführt. Hierzu gehören die ÖVF-Typen „für Honigpflanzen genutztes brachliegendes Land“ sowie „Flächen mit Durchwachsener Silphie“. Dabei handelt es sich um bienenfördernder Maßnahmen. Im Antragsjahr 2018 wurden ca. 15.400 Hektar (ha) und 2019 ca. 18.900 ha für Honigpflanzen genutztes brachliegendes Land sowie ca. 1.300 ha (2019: 1.570 ha) Durchwachsene Silphie angemeldet.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.