Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Blumenbüro Holland: Es geht weiter!

Grünes Licht für eine breit unterstützte Initiative: Das Blumenbüro Holland wird die kollektive Branchenkommunikation fortsetzen.

Das Blumenbüro Holland wird die kollektive Branchenkommunikation fortsetzen. Bild: BBH.

Femke Wiersma, die niederländische Ministerin für Landwirtschaft, Fischerei, Lebensmittelsicherheit und Natur, gab grünes Licht für die Einführung der Allgemeinverbindlicherklärung (Algemeen Verbindend Verklaring, AVV) für kollektive Konsumentenkommunikation ab 1. Januar 2025. Diese Erklärung wurde von der Branchenorganisation Zierpflanzenbau (Brancheorganisatie Sierteelt) angefordert. Die Ausführung obliegt dem Blumenbüro Holland. Ab dem 1. Januar 2025 werden auch Schnittblumen- und Zimmerpflanzenerzeuger, die nicht Mitglied von Royal FloraHolland sind, einen kollektiven Beitrag leisten. 

Yvonne Watzdorf, Geschäftsführerin des Blumenbüros Holland, reagiert positiv: „Die Ministerin beschloss, eine von Erzeugern und Händlern breit unterstützte Initiative zu genehmigen. Darüber sind wir sehr froh. Damit schließen wir eine lange Periode der Unsicherheit ab. Das Blumenbüro konzentriert sich auf Branchenkommunikation und Themen, die sich auf das Image des Zierpflanzenbaus auswirken. Wir können unsere Konsumentenaktivitäten definitiv fortsetzen. Dabei geht es uns darum, das Image von Blumen und Pflanzen zu verbessern und die Nachfrage zu stimulieren. Der Ruf der Branche steht unter Druck. Da besteht großer Handlungsbedarf. Mit diesem Beschluss weiß die Branche, woran sie ist, und wir können uns in den kommenden drei Jahren diesem Thema intensiv widmen.“ 

Steven van Schilfgaarde, CEO Royal FloraHolland: „Das Potenzial der niederländischen Zierpflanzenbranche auf nationaler und internationaler Ebene ist einzigartig. Die Rolle des Blumenbüros Holland wird daher von Royal FloraHolland als Dreh- und Angelpunkt in der Branchenkette stark unterstützt. Der Fokus der Branchenkommunikation auf Nachhaltigkeit, Transparenz und die Zukunft der Kette ist hierbei wichtig, aber natürlich auch die vielen positiven Konsumenteneffekte von Blumen und Pflanzen. Davon profitieren nicht nur unsere Erzeuger und Käufer, sondern der gesamte Sektor. Das Blumenbüro erfüllt in diesem Zusammenhang eine wichtige Aufgabe. Es gibt also eine Menge zu tun.“ 

Cees van der Meij, Vorsitzender VGB: „Der Verband des niederländischen Blumengroßhandels VGB freut sich im Namen seiner Mitglieder, dass unser kollektives Interesse gewahrt wird. Mit vereinten Kräften kann sich die Branche auf die Zukunft konzentrieren und Konsumenten eine einheitliche und positive Botschaft vermitteln.“ 

Stärkung der Kollektivität

 Mit der Einführung der Allgemeinverbindlicherklärung endet eine Periode der Unsicherheit bezüglich der Finanzierung der kollektiven Konsumentenkommunikation sowie des Überlebens des Blumenbüros. Nach der Entscheidung von Royal FloraHolland zur Beendigung des Beitragseinzugs wurde nach einer gerechten und ausgewogenen Lösung gesucht. Eine Allgemeinverbindlicherklärung ist der einzige Weg, den Erhalt dieser Kollektivität zu sichern. Bei Online-Umfragen 2023 und 2024 sprachen sich 78% Erzeuger und 74% Händler für die Einführung einer Allgemeinverbindlicherklärung aus.  

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