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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Blütenstauden: Menschen und Insektenwelt begeistern
Einer, der das tagtäglich bestätigt bekommt, ist Michael Moll. In seiner Staudengärtnerei in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart tummeln sich nicht nur ganze Heerscharen von Wildbienen, Honigbienen, Schmetterlingen und anderen Insekten, sondern auch zahlreiche Menschen, die ihnen helfen möchten. „Wir werden immer häufiger ganz gezielt nach insektenfreundlichen Pflanzen gefragt. Die Leute machen sich Gedanken, egal, ob sie nun einen Garten haben oder ihren Balkon begrünen wollen“.
Schlummern zwischen Blütenblättern
Doch was heißt eigentlich insektenfreundlich? „Pflanzen werden von Insekten sehr vielseitig genutzt“, erläutert Michael Moll. „Die Blüten liefern Nektar und Pollen und dienen auch als Rast- und Schlafplatz. Schmetterlingsraupen hingegen ernähren sich von Blättern und benötigen oft ganz spezielle Futterpflanzen. Und trockene Blütenstände und Halme bieten unzähligen Insektenarten ein Winterquartier, deshalb schneiden wir bei uns auch alle Pflanzen erst im Spätwinter zurück, kurz vor dem Neuaustrieb.“
Wunderschön und insektenfreundlich
Ist denn so gesehen nicht jede Pflanze in irgendeiner Form insektenfreundlich? „Jede Pflanze zählt und ist besser als keine Pflanze, soviel steht fest“, meint Michael Moll. „Natürlich gibt es Unterschiede, zum Beispiel was das Nektar- und Pollenangebot der Blütenpflanzen angeht, und natürlich sind einige Insektenarten auf ganz bestimmte heimische Stauden angewiesen. Aber vor allem kommt es darauf an, vom Frühling bis zum Winter ein möglichst vielfältiges Angebot zu schaffen. Vor diesem Hintergrund spielen Stauden als mehrjährige Pflanzen eine Hauptrolle beim Erhalt und Schutz von Insekten.
Allrounder und Spezialisten
Die Auswahl im Staudenreich ist in der Tat riesig, allein in Molls Gärtnerei wachsen mehr als 1.000 Arten und Sorten. Wie soll man sich bei all der Farbenpracht und Formenvielfalt bloß entscheiden, gerade, wenn zuhause nur eine kleine Fläche zur Verfügung steht? „Damit es den Menschen und den Insekten gefällt, sollten sowohl Frühlingsblüher dabei sein, als auch beliebte Sommerblüher wie Steinquendel (Calamintha), Duftnessel (Agastache) oder Katzenminze (Nepeta). Außerdem natürlich spätblühende Arten wie Kugeldisteln und Astern“, rät Michael Moll. Aus Insektensicht sind in jedem Fall ungefüllte Blüten wünschenswert, da gefüllt blühende Sorten weniger oder gar keinen Nektar und Pollen liefern.
Noch attraktiver wird der Garten mit einem Teich oder auch nur einer regelmäßig gesäuberten Vogeltränke, denn auch Insekten bekommen irgendwann Durst. Wer dann noch wie Michael Moll den Staudenrückschnitt vom Herbst auf den Spätwinter verschiebt, hat einiges dafür getan, dass der Garten im Frühling alsbald von Leben erfüllt ist.
Aufgetischt! Tipps zur Pflanzenauswahl
Mehrere Tausend Pflanzenarten und Sorten umfassen die Sortimente der deutschen Staudengärtnereien. Angesichts dieser riesigen Vielfalt bietet der Bund deutscher Staudengärtner mit seinem „Insektenmenü“ eine wertvolle Entscheidungshilfe an. Auf dem bebilderten Faltblatt haben die Expert*innen je 12 „Vorspeisen“ (also Frühlingsblüher), „Hauptspeisen“ (Sommerblüher) und „Desserts“ (Herbstblüher) zusammengestellt, die bei zahlreichen Insektenarten besonders gut ankommen.
Das Faltblatt ist nur über die Staudengärtner direkt zu beziehen. Zur Ansicht kann es unter www.stauden.de heruntergeladen werden. (GMH/BdS)

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