Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BLE: Effiziente Bewässerungstechnik für den Gemüsebau

Im Rahmen der Deutschen Innovationspartnerschaft Agrar (DIP) wird ein Verbundvorhaben gefördert, das die Entwicklung eines anwenderfreundlichen und effizienten Beregnungssystems für Dammkulturen anstrebt.

Mit den Düsen am Adaptermodul werden nur die Dammkronen beregnet. Bild: Universität Kassel.

Das dreijährige Vorhaben wird mit rund 235.000 Euro aus dem Zweckvermögen des Bundes bei der Landwirtschaftlichen Rentenbank gefördert und vom Projektträger BLE (ptble) betreut. Das Projekt mit dem Titel "Entwicklung eines Adaptermoduls für den Düsenwagen zur wassersparenden Feldberegnung von Dammkulturen (AdModamm)" wird im Verbund von der Universität Kassel und der Beinlich Agrarpumpen und -maschinen GmbH im Zeitraum 2017 bis 2020 bearbeitet.

Es baut auf dem Vorgängerprojekt "Wassersparendes Bewässerungsverfahren durch mehrphasige Streifenapplikation (Streifapp)" auf, welches von 2012 bis 2016 über das Innovationsprogramm des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurde. In diesem Vorhaben wurde ein Adaptermodul für Düsenwagen zur streifenförmigen Bewässerung von Dammkulturen, wie zum Beispiel Möhren oder Rote Bete entwickelt.

In dem kürzlich gestarteten Folgeprojekt soll diese Bewässerungstechnik nun marktfähig gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung des Adaptermoduls zu verbessern, so dass dieses ohne hohen Arbeitsaufwand mit herkömmlichen Düsenwagen verschiedener Hersteller eingesetzt werden kann.

Kufen statt Räder

Das angestrebte Adaptermodul soll wie ein Schlitten mit Kufen über die Dämme der verschiedenen Dammkulturen gezogen werden. Auf dem Bewässerungsschlitten befinden sich einstellbare Düsen, die eine gezielte und bedarfsgerechte Wasserausbringung ermöglichen.

Durch die am Adaptermodul angebrachten Düsen werden ausschließlich die Dammkronen beregnet. Das Wasser wird direkt auf die Saat- beziehungsweise Pflanzenreihen auf den Dammkronen appliziert. Dammflanken und -furchen bleiben trocken. Das dadurch verringerte Unkrautwachstum reduziert den Aufwand zur Bestandspflege. Die trockenen Furchen sind zudem umgehend wieder befahrbar und werden weniger stark verdichtet, so dass der Boden nachhaltig nutzbar bleibt.

Der größte Vorteil der angestrebten Bewässerungstechnik liegt aber vor allem im ressourcenschonenden Einsatz von Wasser. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie der Agenda 2030, nach der die Effizienz der Wassernutzung in allen Sektoren gesteigert werden soll. (BLE)

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