Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Blaubeeren: Durch die Hitze besonders süß

Dick und blau - die Büsche hängen derzeit voll mit leckeren Heidelbeeren. Frisch gepflückt entfalten die gesunden Vitaminbomben ihren süßen Geschmack. Sie lassen sich jedoch auch gut zu Eis, Smoothies und Torten verarbeiten.

Dick und blau – die Büsche hängen derzeit voll mit leckeren Heidelbeeren. Frisch gepflückt entfalten die gesunden Vitaminbomben ihren süßen Geschmack. Sie lassen sich jedoch auch gut zu Eis, Smoothies und Torten verarbeiten. Die Beliebtheit der Blaubeeren spiegelt sich in den Anbauerhebungen wider. Der Landvolk-Pressedienst zitiert Zahlen des Statistischen Bundesamtes, nachdem die Kulturheidelbeere im Jahr 2014 mit einer Erntemenge von 12.100 t bei einer annähernd gleichbleibenden Anbaufläche von 2.100 ha die in Deutschland meistgeerntete Strauchbeere war. Mit knapp 9.100 t stellte Niedersachsen 75% aller in Deutschland geernteten Kulturheidelbeeren. Nach den Blaubeeren waren die Schwarzen Johannisbeeren mit 6.800 t, die Roten und Weißen Johannisbeeren mit gut 6.000 t sowie die Himbeeren im Freiland mit 4.200 t die bedeutendsten Anbaukulturen in Deutschland. Die größten Strauchbeerenanbauflächen befinden sich in Niedersachsen (1.800 ha), gefolgt von Baden-Württemberg (1.700 ha) und Bayern (1.100 ha).

In diesem Jahr hat die Heidelbeerernte durch das kalte Frühjahr später begonnen als 2014. Die Trockenheit konnten die Anbauer dagegen durch Beregnung ausgleichen. „Der Regen der vergangenen Tage ist ein Segen für die Heidelbeeren“, sagt Christina Badenhop von Heermanns Blaubeerland in Grethem. Die heißen Temperaturen hätten den Früchten jedoch einen supersüßen Geschmack gebracht. Derzeit wird die frühe Sorte „Duke“ gepflückt. „Von Ende Juli bis Mitte August ist eine tolle Zeit für Selbstpflücker, da hängen die Büsche richtig voll“, erläutert sie. Badenhop hofft, dass die Saison bei schönem Wetter bis Ende September dauert und dadurch ihren verspäteten Start wieder wettmacht.

Bis dahin werden pro Hektar je nach Sorte und Alter der Pflanzen etwa sechs bis zwölf Tonnen geerntet. „Der Vollertrag stellt sich erst im sechsten Jahr ein“, sagt die Pflanzenzüchterin, die in ihrer Plantage sowohl die blauen Beeren als auch die Sträucher anbietet. Dabei setzt sie auf zeitgemäße Sorten oder holt alte Sorten wieder hervor – je nachdem welche Anforderungen an Größe, Geschmack, Haltbarkeit oder Pflückbarkeit gestellt werden. „Ein gutes Wachstum der Büsche ist eine weiteres wichtiges Kriterium“, weiß Badenhop. Die genügsamen Pflanzen wachsen am liebsten auf sauren Böden mit einem niedrigen pH-Wert von 3,5 bis 4,5. Der Anbau ist deshalb auf die natürlichen Bodenverhältnisse mit lockeren, sauren, nährstoffarmen Sandböden in der Lüneburger Heide oder in den Moorgebieten rund um Oldenburg beschränkt. Regelmäßig verjüngt trägt ein Heidelbeerbusch 15 Jahre lang jeden Sommer aufs Neue. (LPD)

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