Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Blattlausbekämpfung: Bittersalz umweltfreundliche Alternative

Ein vom QS-Wissenschaftsfonds gefördertes Forschungsprojekt der Humboldt-Universität Berlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, für die Bekämpfung von Blattläusen beim Gewächshausanbau von Gemüsepaprika, eine neuartige, rückstandsfreie und umweltfreundliche Methode auf ihre Wirksamkeit zu untersuchen.

Der Befallsdruck von Blattläusen auf Paprikablättern und -früchten kann durch ein Besprühen der Pflanzen mit Bittersalz deutlich reduziert werden. Bild: GABOT.

Die Wahl fiel dabei auf Bittersalz (Magnesiumsulfat, MgSO4), das bereits in Vorversuchen, in dem es als Blattapplikation zum Einsatz kam, einen starken Rückgang des Blattlausbefalls auf Paprikapflanzen bewirkte. Diese Beobachtung bestätigt der nun veröffentlichte Abschlussbericht des vom QS-Wissenschaftsfonds geförderten Projekts. Zudem zeigten die Untersuchungen, dass nicht nur der Befallsdruck von Blattläusen auf Paprikablättern und -früchten durch ein Besprühen der Pflanzen mit Bittersalz deutlich reduziert werden kann, sondern sich auch die Ertragshöhe und -qualität durch diese Methode verbessern kann. Damit wären Bittersalze eine erfolgversprechende Alternative, um Blattläuse ohne oder zumindest mit deutlich geringerem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu kontrollieren.

Zudem stellte die Forschungsgruppe um Projektleiter Prof. Dr. Christoph-Martin Geilfus in Aussicht, dass der blattlausmindernde Effekt von Magnesiumsulfat möglicherweise auch auf andere Gemüsekulturen zutreffen könnte. Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von Blattläusen auf Basis neonikotinoider Wirkstoffe sind in den Mitgliedsstaaten der EU seit 2018 nur noch für die Verwendung in Gewächshäusern, aber nicht mehr für den Anbau im Freiland zugelassen.

Den Abschlussbericht mit allen Ergebnissen des Forschungsprojekts "Etablierung einer Alternativmaßnahme zum Einsatz der qualitäts- und lebensmittelmindernden neonikotinoiden Wirkstoffe Clothianidin und Imidacloprid als Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Blattlausbefalls an Paprika" finden Sie auf der QS-Website. (QS)

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