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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Bioenergie: Der Wärmewende einheizen
Die Bioenergietechnologien bieten eine große Palette umweltschonender und günstiger Alternativen zu klimaschädlichen Öl- und Erdgasheizungen. Große Biomasseheiz(-kraft)werke und landwirtschaftliche Biogasanlagen sorgen ebenso für klimafreundliche Wärme wie private Holzheizungen und gewerbliche Biomasseheizkessel. Viele Wohnhäuser, Schulen, Turnhallen und Schwimmbäder sind bereits über Nahwärmeleitungen an Bioenergieanlagen angeschlossen. Zahlreiche Bioenergiedörfer in Deutschland versorgen sich weitestgehend energieautark mit heimischer und verlässlicher Wärme. Über Energiegenossenschaften profitieren sowohl Anlagenbetreiber als auch Wärmenutzer von einer sicheren und preiswerten Versorgung.
Mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Wärmeerzeugung für Raum- und Prozesswärme. Der Anteil der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor stagniert aber seit Jahren bei rund 13% - knapp 90% davon wird aus Biomasse erzeugt. Ohne die nachhaltige und effiziente energetische Nutzung von Biomasse ist eine wirtschaftliche und sozial verträgliche Wärmewende nicht möglich. Gerade für die klimaneutrale Erzeugung industrieller Prozesswärme im Hochtemperaturbereich sind biogene Brennstoffe ohne Alternative.
Der weitere Ausbau der Bioenergie im Wärmesektor stockt jedoch. Die nächste Bundesregierung muss deshalb passende Rahmenbedingungen setzen, um die Nutzung von Biomasse für die Erzeugung von Gebäudewärme und industrieller Prozesswärme weiter auszubauen, sowohl in effizienten dezentralen Heizungen als auch in Wärmenetzen. Darüber hinaus bietet auch der bestehende Anlagenpark biogener Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen großes Potenzial zum Ausbau der klimafreundlichen Wärmeerzeugung.
Essentiell ist, dass sich die klimaschädlichen Emissionen von fossilen Brennstoffen im Endkundenpreis widerspiegeln. Auch sollten Kommunen stärker als bisher ihre Aufgabe als Koordinator der Wärmewende wahrnehmen und durch eine vernünftige Wärmeplanung die Potenziale Erneuerbarer Wärmequellen vor Ort ermitteln und erschließen. Darüber hinaus müssen endlich wirksame Maßnahmen zum Ausbau der Erneuerbaren Energien im Gebäudebestand ergriffen werden, zum Beispiel durch eine Pflicht zum Einsatz Erneuerbarer Energien bei einem Heizungstausch, wie es sie in Baden-Württemberg bereits gibt.
In 2016 stellten Holzheiz(-kraft)werke, Biogasanlagen, Holzheizungen und Co. 148 Terawattstunden Wärme bereit und deckten damit knapp 12% des deutschen Endenergiebedarfs für die Wärme- und Kälteerzeugung. (Quelle: DBV)

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