Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bio-Kartoffelanbau: Neue Wirkstoffe helfen bei der Kupferminimierung

Mittel wie Chitosan, Schachtelhalm- und Knöterichpräparate könnten in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur weiteren Reduzierung der Kupferaufwandmengen im ökologischen Kartoffelanbau leisten.

Mittel wie Chitosan, Schachtelhalm- und Knöterichpräparate könnten in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur weiteren Reduzierung der Kupferaufwandmengen im ökologischen Kartoffelanbau leisten. Das ist das Ergebnis einer vierjährigen Studie der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), die vom Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) finanziert wurde. Die Wissenschaftler prüften dabei über 20 alternative Präparate auf ihre Wirkung gegen Phytophthorabefall.

Infektionen mit dem Phytophthorapilz führen im ökologischen Kartoffelanbau regelmäßig zu größeren Ertragseinbußen und können zurzeit nur mit Kupferpräparaten wirksam kontrolliert werden. Unter Laborbedingungen mit künstlich infizierten Blättern zeigten Chitosan, Präparate aus Knöterich, Süßholz, Schachtelhalm und Zitrus sowie ein kommerzieller Blattdünger mit geringen Kupferanteilen eine ähnlich hohe Wirkung wie Kupferpräparate. Auch in Feldversuchen bestätigte sich eine gewisse Wirkung gegen den Pilz. Als optimal könnte sich zukünftig eine Kombination aus alternativen Mitteln mit reduzierten Aufwandmengen an Kupferpräparaten erwiesen.

In der Studie erreichten die Forscher mit einer solchen Kombination eine ähnlich hohe Befallsreduktion wie mit einer Standardkupferbehandlung. Auch eine Beizung der Pflanzkartoffeln mit den Alternativpräparaten und eine Warmwasserbehandlung erwiesen sich als wirksam und führten unter Laborbedingungen zu einer höheren Überlebensrate der Pflanzen. Zudem ging der Anteil fauler Knollen im Lager durch die Anwendung zurück.

Die beste Wirkung als Beizmittel zeigten Phosphonate, Chitosan und ein Hefe-Präparat. In Feldversuchen konnte die Wirksamkeit dieser Mittel auf den Primärbefall jedoch noch nicht eindeutig bestätigt werden. Allerdings wurden in Einzeljahren nachweislich geringere Befallsraten und ein besseres Auflaufen der Pflanzen erreicht.

Insgesamt sehen die Wissenschaftler durchaus Potenzial für den Einsatz alternativer Mittel im Kartoffelanbau, vor allem in Kombination mit verringerten Aufwandmengen von Kupferpräparaten. Bis zur Praxisreife seien aber noch weitere Versuche bei unterschiedlichem Befallsdruck und eine Optimierung der Regen- und UV-Stabilität der Mittel notwendig. (Quelle: www.aid.de) 

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