Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bio-Gemüse: Umsatz wächst Mengen bedingt

Das Kalenderjahr 2018 war für die erfolgsverwöhnte Bio-Branche bei Frischobst und Gemüse eher ernüchternd. Bei Frischgemüse konnte der Umsatz auf Einzelhandelsebene durch steigende Preise gerade eben gehalten werden. Bei Frischobst war der Mengenrückgang zu stark, so dass der Umsatz um 3% sank. In beiden Fällen waren Angebotsengpässe ein wesentlicher Grund für den Rückgang. In den ersten 5 Monaten des Jahres 2019 stehen die Zeichen aber wieder auf Wachstum.

Bei Bio-Gemüse wurde nach Daten des GfK Frischepanels wieder ein kräftiges Wachstum erwirtschaftet. Insgesamt legten die Verbraucherausgaben in den ersten 5 Monaten gegenüber dem Vorjahr um gut 24% zu. Die Einkaufsmenge stieg um 16% so dass der Anstieg zu rund zwei Dritteln Mengen bedingt war. Bio Fruchtgemüse ist das mit Abstand wichtigste Segment. Hier konnte der kräftige Anstieg der Einkaufsmengen um ein Viertel nur durch leichte Preisnachlässe erkauft werden, so dass der Umsatz um knapp 20% stieg. Besonders erfolgreich waren Bio-Gurken. Kann deutsches Bio-Fruchtgemüse auch von diesem Trend profitieren? Diese Frage wird Johannes Bliestle, Geschäftsführer und Vorstand der Reichenau-Gemüse eG, auf dem DOGK am 16. und 17. September 2019 in Düsseldorf sicher beantworten.

Das zweitwichtigste Segment ist das Wurzelgemüse. Hier kam der größere Wachstumsschub nicht von den dominierenden Möhren, sondern von einer Reihe kleinerer Produkte wie Knollensellerie, Rettich, und Pastinaken. Allerdings zählt auch Ingwer in diese Kategorie, der ein Umsatzplus von fast 60% erreichte. Dagegen nehmen sich die Möhren mit plus 18% geradezu bescheiden aus. Bei Bio-Möhren ist seit drei Jahren kein Mengenzuwachs mehr erfolgt, die Umsatzsteigerung war rein Preis bedingt. Alle anderen Segmente haben eine wesentlich geringere Bedeutung, verzeichneten aber ebenfalls deutliche Zuwächse. Erwähnenswert ist hier noch das Plus bei Bio-Zwiebeln.

Mehr Bio-Kernobst zu niedrigeren Preisen

Die Verbraucherausgaben für Bio- Obst sind von Januar bis Mai 2019 nach Daten des GfK Panels gegenüber dem Vorjahr um gut 12% gestiegen. Außergewöhnliche Wachstumsimpulse kamen hier vom Beerenobst, und hier insbesondere von den Strauchbeeren. Bananen wuchsen eher unterdurchschnittlich. Bei Kernobst machte sich die wieder größere Ernte in Europa bemerkbar, das Plus bei der Einkaufsmenge um ein Drittel resultierte in einem Zuwachs der Verbraucherausgaben um 13%. Weitere Informationen zum Bio-Markt erhalten Sie live auf dem DOGK im Forum 2 der Breakout Session 1. (AMI)

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