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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BGL: Versiegelung von Flächen erhöht Überschwemmungsgefahr
Die Natur zeigt sich wieder von ihrer wechselhaften Seite - aufgrund der aktuellen Wetterereignisse mit Starkregen und schweren Gewittern steigt in vielen Kommunen, Städten und bei Hauseigentümern wieder die Angst vor Überschwemmungen. „Verstärkt werden die zunehmenden Überschwemmungen und Überlastungen der Kanalisation, der Kläranlagen und Bäche, in die das Oberflächenwasser zu schnell abfließt, vielerorts durch die Flächenversiegelung“, mahnt BGL-Präsident August Forster an. Viele städtebauliche Maßnahmen der letzten Jahrzehnte haben den Anteil an „grüner Infrastruktur“ mit lebendigem Grün in den Städten empfindlich reduziert und verstärken damit die Folgen von Extremwetterereignissen für Mensch und Natur. Denn die Versiegelung von Siedlungs- und Bodenflächen verhindert nicht nur die natürliche Versickerung und Verdunstung von Regenwasser, sie führt große Mengen Wasser in hoher Geschwindigkeit in die Kanalisation und zerstört überdies Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. mahnt deshalb einen verantwortungsvollen Umgang mit Regenwasser an, der den natürlichen Wasserkreislauf wiederherstellt. „Die Verantwortlichen in den Kommunen aber auch Hausbesitzer und gewerbliche Grundstücksbesitzer sollten dazu übergehen und versiegelte Flächen wieder entsiegeln. Dazu bedürfe es auch mehr an lebendigem Grün in Städten und Gemeinden, sei es in Form von Grünflächen oder von Dach- und Fassadenbegrünungen. In unserer Charta Zukunft Stadt und Grün fordern wir im Handlungsfeld 5: Schutz des Bodens, Wasser und der Luft, ausdrücklich die Flächeninanspruchnahme gemäß der Empfehlung des Rates für Nachhaltige Entwicklung bis zum Jahr 2020 auf 30 Ha/Tag zu begrenzen. Langfristig streben ein Netto-Null-Ziel an“, erklärt August Forster. Schon bei der Planung und beim Bau können unnötige Versiegelungen durch den Einsatz durchlässiger Materialien wie Schotterrasen oder Rasengittersteine bei der Befestigung von Oberflächen vermieden werden. Grüne Dächer vermindern zusätzlich den Regenabfluss. Auch bei bereits versiegelten Flächen besteht häufig die Möglichkeit, Oberflächenwasser entweder auf benachbarten Böden versickern zu lassen oder in Regenwasserspeichern für die Verwendung in Gärten und Häusern aufzufangen. „Wo dies zum Beispiel aus Platzgründen nicht möglich ist, müssen Flächen gegebenenfalls gezielt aufgebrochen werden“ so August Forster. Dadurch wird der oberflächliche Wasserabfluss vermindert und der Boden für die Aufnahme von Wasser freigelegt. Grundsätzlich gilt es bei der Planung von Baugebieten und Verkehrsanlagen darauf zu achten, dass möglichst wenig Oberflächenwasser in die Kanalisation eingeleitet wird. „Bei der Abwassergebühr sollten Anreize für die Grundstückseigentümer geschaffen werden, Niederschlagswasser nicht in die Kanalisation einzuleiten, sondern auf den Grundstücken zu nutzen oder versickern zu lassen“, fügt Forster an. (BGL)

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