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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BGL: Regt ökologisches Hochwasserschutzmanagement an
„Das Hochwasser zum Jahresbeginn ist nicht nur die Folge andauernder Regenfälle, sondern auch die Folge ökologischer Vergehen aus der Vergangenheit“, so Gerald Jungjohann, Vizepräsident des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, BGL. „Hinzu kommt, dass wir durch den Klimawandel öfter mit extremen Wetterlagen, die zu Hochwasserereignissen führen können, rechnen müssen. Darauf gilt es Antworten zu finden, um auch zukünftige, stärkere Hochwasserereignisse bewältigen zu können.“
Aus diesem Grund setzt sich der BGL dafür ein, verstärkt Bau- und Ingenieurleistungen in der Wasserwirtschaft anzuwenden und damit das Wasser bereits am Niederschlagsort zurückzuhalten. So wird das Wasser in den Vegetationskreislauf eingebunden und dem Grundwasser wieder zugeführt. Konkret gehören dazu: Der Rückbau von begradigten und kanalisierten Bächen und Flüssen, die Planung und Ausführung von Dachbegrünungen, sowie die Vermeidung von Flächenversiegelungen. Pflanzen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
„Insbesondere die Entsiegelung asphaltierter und betonierter Flächen ist eine wichtige Maßnahme. Die beste Alternative zur Versiegelung ist eine begrünte Fläche. Neben großflächigen Vegetationsprogrammen und Retentionsflächen brauchen wir viele kleine Vegetationsflächen für das Wassermanagement vor Ort“, so BGL-Vizepräsident Jungjohann. Denn: Dezentrale Maßnahmen haben sich in der Praxis bewährt, weil sie im Vergleich zu technischen Hochwasserschutzanlagen mit einem weitaus geringeren Investitionsaufwand realisiert werden können. Zur Durchsetzung dezentraler Maßnahmen für den vorbeugenden Hochwasserschutz ist es notwendig, Planungsverantwortlichkeiten zu schaffen, die alle kommunalen und regionalen Einrichtungen für eine stärkere Zusammenarbeit einbinden. „Ziel muss es sein, dass in sogenannten Hochwasserrisikomanagementplänen gemeinsam Maßnahmen festgelegt und langfristig auch umgesetzt werden, um bestehende Risiken zu minimieren und zukünftige Schäden zu vermeiden“, so Jungjohann.
Landschaftsgärtner können durch vielfältige Vegetationsmaßnahmen einen Beitrag zur Klimaverbesserung und damit auch zum Hochwasserschutz leisten. Die erforderlichen Maßnahmen solcher Infrastrukturprojekte können nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Mit der Planung muss aber schon heute begonnen werden, um den Hochwassern von Morgen entgegenzuwirken. (Quelle: GaLaBau)

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