Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BGL: Materialengpässe und steigende Preise

Produktionspausen und Lieferengpässe bei Baustoffen – davon ist die gesamte Baubranche betroffen. Insbesondere Baumaterialien wie Holz, Kunststoffrohre, Stahl, Naturstein, Sand und Kies, aber auch Treibstoffe werden dieser Tage weltweit knapp, auch hier in Deutschland.

"Wir beobachten die Situation mit Sorge", so BGL-Präsident Lutze von Wurmb. Bild: BGL.

Berichte über Preissteigerungen und Lieferengpässe und sogar Lieferausfälle hört man schon seit einiger Zeit auch aus dem Garten- und Landschaftsbau.

Auf eine Kurzumfrage des BGL antworteten die Landesverbände: Der Beratungsbedarf nehme in den letzten Tagen spürbar zu. Denn durch kurzfristige Preiserhöhungen von nicht selten 30% und mehr sowie Lieferausfällen steigt der Druck auch auf die GaLaBau-Unternehmen. Schließlich haben sie laufende Verträge zu erfüllen und tragen deshalb das Risiko der unvorhersehbaren Kosten alleine.

Lösungsansatz: Preisgleitklauseln

In diesem Zusammenhang weist Thomas Krämer, Wirtschaftsjurist und Politikreferent im BGL, nachdrücklich darauf hin: „Insbesondere öffentliche Auftraggeber müssen den GaLaBau-Unternehmen bei bestehenden Verträgen entgegenkommen. Die öffentliche Hand hat eine große Verantwortung für die kleine und mittelständische Wirtschaft. Betriebe, die unverschuldet in wirtschaftliche Schieflage kommen, nützen niemandem. Bei zukünftigen Verträgen könnten Preisgleitklauseln einen Lösungsansatz bieten.“

Noch sind die GaLaBau-Betriebe in der komfortablen Lage, im Rahmen vergleichsweise kleiner, zeitlich überschaubarer Projekte schnell und flexibel reagieren zu können. Denn zwei Drittel ihrer Umsätze erwirtschaftet die Branche weiterhin im Privatgarten. Doch auch hier steigt der Druck auf die GaLaBau-Unternehmen durch fehlenden Materialnachschub und schnell steigende Preise. „Zwar muss unsere Branche derzeit kaum auf Kurzarbeit zurückgreifen. Wir beobachten die Situation trotzdem mit Sorge“, so BGL-Präsident Lutze von Wurmb. „Deshalb hat der BGL auch das jüngste Schreiben der Bundesvereinigung Bauwirtschaft an Bundeswirtschaftsminister Altmaier mit auf den Weg gebracht. Darin fordern wir eine Berücksichtigung der Stoffpreisgleitklausel bei öffentlichen Projekten und eine Entbürokratisierung bestehender Regeln zur Verfügbarkeit von Baumaterial in Deutschland.“ (BGL)

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