Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BGL: Dieselpreisexplosion bedroht akut Versorgung

Logistikverband BGL fordert Sofortmaßnahmen für die Transportbranche und legt Maßnahmenplan vor.

Konkret fordert der BGL in seinem Maßnahmenplan u.a. eine Dieselpreisbremse. Bild: GABOT.

„In meinen Gesprächen mit Transportunternehmern erlebe ich aktuell eine enorme Sorge um die wirtschaftliche Lage und die Existenz ihrer Betriebe.“ konstatiert BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt zur Lage im deutschen Transportgewerbe vor dem Hintergrund der Dieselpreisexplosion. „Viele mittelständische Betriebe geraten durch die Dieselpreisexplosion binnen weniger Tage an die Grenze ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit. Da 85% der Güter vom Lkw transportiert werden, gefährdet das nicht nur Unternehmen, sondern auch die tägliche Versorgung von Bevölkerung und Wirtschaft.“

“Mit unserem 'Maßnahmenplan zur Sicherung der Lieferketten' liegen die Werkzeuge auf dem Tisch, mit denen die Politik jetzt auf die Dieselpreisexplosion reagieren sollte. Entscheidend ist, dass die Bundesregierung schnell, unbürokratisch und wirksam handelt, um Liquidität zu sichern, Insolvenzen zu vermeiden und die Funktionsfähigkeit der Lieferketten zu stabilisieren“ so Prof. Engelhardt weiter.

Konkret fordert der BGL in seinem Maßnahmenplan u.a. eine Dieselpreisbremse, zinsgünstige Liquiditätshilfen und eine ergänzende tägliche amtliche Diesel-Referenz für Preisgleitklauseln, damit die betroffenen Unternehmen in der aktuellen Krise wirtschaftlich handlungsfähig bleiben.

Die Dieselpreisexplosion trifft die Transportbranche in besonderer Härte, da die Kraftstoffkosten rund ein Drittel der Gesamtkosten ausmachen: Steigt der Dieselpreis um 10%, steigen die Gesamtkosten um 3%. Die aktuelle Erhöhung des Dieselpreises um bis zu 28% bedeutet also einen Gesamtkostenanstieg von ca. 9%! Hinzu kommen 47 Cent/Liter Energiesteuer, ca. 20 Cent/Liter CO2-Abgabe und rund 35 Cent/km Lkw-Maut, davon knapp 16 Cent/km CO2-Aufschlag. Wegen der geringen Gewinnmargen im Straßengüterverkehr (0,1% bis 3%) besteht akuter politischer Handlungsbedarf!

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