Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BGI: Dialog mit dem BUND

Die Topfpflanzengroßhändler suchen den Dialog mit dem BUND über die Diskussion über die Studie zu Rückständen auf bienenfreundlichen Pflanzen.

Im Verband des deutschen Blumen- Groß- und Importhandels e.V. (BGI) sind Deutschlands Blumengroßhändler und Importeure unter einem gemeinsamen Dach vertreten.

Aus Anlass der vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und dem österreichischen Schwesterverband Global 2000 veröffentlichten Studie zur Pflanzenschutzmittelrückständen auf bienenfreundlichen Pflanzen, hat der Verband des deutschen Blumen- Groß- und Importhandels (BGI e.V.) Vertreter der Umweltorganisationen eingeladen, die Ergebnisse der Studie auf dem digitalen Netzwerktreffen der Topfpflanzengroßhändler am 10. Juni 2021 vorzustellen und zu diskutieren.

Corina Hölzel vom BUND präsentierte die Ergebnisse und stellte Forderungen an die Politik, im Hinblick auf systematische staatliche Kontrollen von Pestizidrückständen auf Zierpflanzen und insbesondere importierter Ware, zum Schutz bestäubender Insekten. Darüber hinaus fordert der BUND strengere Kriterien für den europäischen Pflanzenpass mit einer Ausweitung auf die Herkünfte des Ausgangsmaterials. Hölzel betonte, dass der BUND den Anbau von Zierpflanzen in Gänze im regionalem Anbau eindeutig präferiere. Dominik Linhard von Global 2000 stellte den Ökotox-Index vor, nach dem die österreichische NGO Pestizidrichtlinien für Zierpflanzen aufstellt und in den Faktoren, wie eine Verweildauer im Boden und im Wasser, die Giftigkeit für Menschen, Tiere und Organismen sowie das Potenzial zur Anreicherung in organischem Gewebe jedes einzelnen Mittels und deren bei der jeweiligen Beprobung gefundenen Summe, einfließen.

In der anschließenden Diskussion zeigten sich die Großhändler offen für die Problematik, wiesen aber auf eine notwendige Betrachtung der globalen Zusammenhänge der Zierpflanzenproduktion und Vermarktung hin. Sie betonten den verantwortlichen Umgang der Unternehmen mit den von ihnen vermarkteten Pflanzen auch im Hinblick auf ihre Bezugsquellen und beurteilten die Forderung nach einer rein regionalen Produktion als nicht praktikabel und auch aus Klimaschutzgründen als nicht unbedingt zielführend. BUND und die Topfpflanzen-Großhändler wollen im offenen konstruktiven Austausch bleiben und die angesprochenen Themen weiterverfolgen. (BGI)

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