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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BfR: Früchte der Furcht
Pflanzenschutzmittel sind ein gesellschaftliches Reizthema. Manche Menschen begegnen den Mitteln mit Misstrauen; gegensätzliche Meinungen prallen aufeinander. Die aktuelle Ausgabe des Wissenschaftsmagazins BfR2GO des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) widmet sich dieser Furcht. „Insbesondere bei einem Thema, das die Öffentlichkeit verunsichert, gilt es, sachlich zu bleiben“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Unser Anspruch ist es, objektiv und neutral zu informieren. Die unabhängigen wissenschaftlichen Bewertungen des BfR tragen zur Sicherheit von Lebensmitteln bei.“ Die neunte Ausgabe des BfR2GO bietet außerdem zahlreiche Artikel zu Forschungsprojekten am BfR unter anderem aus den Bereichen Lebensmittelsicherheit sowie Produkt- und Chemikaliensicherheit und zum Thema Schutz von Versuchstieren.
Der Schwerpunktartikel des Magazins liefert eine Bestandsaufnahme zur Frage, ob die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln Anlass zur Sorge gibt und erläutert, wie diese und die in ihnen enthaltenen Wirkstoffe in der EU zugelassen und genehmigt werden. BfR-Wissenschaftler Dr. Tewes Tralau erklärt im Interview, warum bei einer Risikobewertung die Unterscheidung zwischen wissenschaftlich bewertetem Risiko und theoretischer Gefahr wichtig ist und warum per se gefährliche Stoffe nicht pauschal verbannt werden müssen. Er schildert auch, warum selbst die Bio-Landwirtschaft auf Pflanzenschutzmittel zurückgreifen muss, und sagt: „Ganz ohne Chemie geht es nicht.“
Ebenfalls ein Thema der neuen BfR2GO-Ausgabe: die chemische Stoffgruppe der per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen. Über 4.700 dieser Verbindungen gibt es. Man nennt sie kurz PFAS. Sie finden sich in zahlreichen Alltagsprodukten wie zum Beispiel Reinigungsmitteln, Outdoorkleidung, Fast-Food-Verpackungen oder Beschichtungen für fettabweisende Pfannen - und sind extrem langlebig. Sie werden vom Körper aufgenommen und sind im Blut nachweisbar. Welche gesundheitlichen Folgen PFAS haben, ist derzeit noch nicht endgültig geklärt. Das BfR befasst sich daher mit der Erforschung der komplizierten Zusammenhänge rund um PFAS und den menschlichen Organismus.
Außerdem im BfR2GO: Vitamin D. Der Nutzen des „Sonnenhormons“ ist unstrittig, dennoch fällt die Bewertung des BfR nüchtern aus. Und: Ein neuer Trend auf dem Markt der Nikotinprodukte sind Nikotinbeutel - sie enthalten keinen Tabak, sondern Nikotinsalze. Ein Forscherteam am BfR bewertet die gesundheitlichen Auswirkungen durch den Konsum der Beutel. Studienergebnisse zeigen beispielsweise, dass die gewichtsbezogenen Nikotingehalte dieser Produkte eine große Spannbreite aufweisen. Gesundheitsrisiken sind deshalb denkbar. Ein weiteres Thema im Magazin: Gefahrguttransport. Die Expertise des BfR ist auch bei der Transportsicherheit gefragt. (BfR)

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