Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BfG: Zukunft für den regionalen Gemüsebau gefordert

Verlässlichkeit bei politischen Entscheidungen hat der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG), Christian Ufen, bei der Vorstandssitzung am 07.02.2023 im Vorfeld der Fruit Logistica in Berlin angemahnt.

Das Wegbrechen von Pflanzenschutzmittenl macht es Gemüsebauern immer schwerer langfristig zu planen. Bild: GABOT.

Ufen betonte beim Austausch mit Dr. Anne Monika Spallek von Bündnis 90 / Die Grünen, welche Herausforderungen den Gemüsebau aktuell am stärksten belasten: Kostensteigerungen im Zuge des Ukraine-Russland Krieges insbesondere die Auswirkungen auf die Energie, langfristige Wasserverfügbarkeit für den Gemüsebau und die Bürokratiebelastung. Lobend erwähnte der BfG-Vorsitzende die Strom- und Gaspreisbremse. Beim Thema Energie für den Gemüsebau stellte er in Frage, auf welchen Energieträger, denn zukünftig der Unterglasanbau setzen solle, nun da Gas keine angepriesene Übergangslösung mehr auf dem Weg zu erneuerbaren Energieträgern sei. Beim Holz habe die Politik nun durch die geplante Aufnahme von Altholz in die Co2-Bepreisung die bisherigen Rahmenbedingungen verändert.

Aber auch das Wegbrechen der Pflanzenschutzmittel macht es immer schwerer langfristig zu planen oder in Zukunftstechnologien zu investieren. Ufen hob den Bearbeitungsstau bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln hervor und sprach sich für eine personelle Aufstockung aus. Gezeigt habe sich aber auch in Zeiten der Krise, dass Verbraucher wieder vermehrt auf günstige Produkte setzen. Hier mit den europäischen Nachbarn und Drittländern mitzuhalten, fällt den deutschen Produzenten bei den aktuellen Rahmenbedingungen schwer. Wasser sei unabdingbar im Gemüsebau, erläuterte der Vorsitzende und ohne diese Ressource werde es zukünftig keinen Gemüseanbau mehr geben. Zwar sei man immer mehr der Kritik aus Bevölkerung über Wassernutzung ausgesetzt, hier brauche es aber mehr Unterstützung durch Politik beispielsweise durch ein Bundesprogramm Wassereffizienz im Gemüsebau. (ZVG/BfG)

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