Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BfG: Nachbesserungen bei Gebietsabgrenzung zur DüVO nötig

Auf Kritik stößt die Abstimmung im Bundesrat zur Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Ausweisung von mit Nitrat belasteten und eutrophierten Gebieten (AVV Gebietsausweisung - AVV GeA) bei der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG).

Laura Lafuente sieht große Hindernisse für den Gemüsebau. Bild: GABOT.

„Ausgerechnet kleinstrukturierte Gemüsebaubetriebe mit einem großen Kulturspektrum werden nahezu unüberwindbare Hindernisse meistern müssen“, betont BfG-Geschäftsführerin Laura Lafuente. Viele Punkte, welche die Sonderkulturen betreffen, wurden aus den eingereichten Stellungnahmen nicht berücksichtigt.

In dem vorliegenden Entwurf soll weiterhin ein Schlag als Ganzes zum roten Gebiet erklärt werden, wenn mindestens 20% davon in einem belasteten Bereich liegen. „Das ist nicht nur unverhältnismäßig, sondern auch je nach Schlaggeometrie und technischer Voraussetzung kaum umsetzbar für die Betriebe“, erläutert Lafuente.

„Wir brauchen hier ganz dringend eine praxistaugliche Ausnahmeregelung für Sonderkulturen und unsere kleinen und vielfältigen Betriebe.“ Bereits jetzt seien diese mit überbordender Bürokratie belastet.

Davon abgesehen, dass eine weitere Ausweitung der Gebiete mehr Gemüsebaubetriebe betreffen wird, wurde erneut vollkommen außer Acht gelassen, dass im Gemüsebau mehrere Sätze diverser Kulturen in engen Fruchtfolgen hintereinander angebaut werden.

Es wird außerdem die Gefahr gesehen, dass der N-Mindestvorrat zur Ernte unterschritten wird und so das Risiko für Totalverluste steigt. Dies konterkariere die Pläne der Bundesregierung, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, sowie die Pläne, die Ernährungssicherheit und Selbstversorgung zu stabilisieren, so Lafuente abschließend. (BfG/ZVG)

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