Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BfG: Geringe Rückstände bei deutschem Gemüse

Die Bundesfachgruppe Gemüsebau weist darauf hin, dass die Höhe der Pflanzenschutzmittelrückstände abhängig von der Herkunft ist.

Erzeugnisse aus der EU enthalten weniger Pflanzenschutzmittelrückstände als Importe von außerhalb der EU. Bild: GABOT.

Die Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesauschuss für Obst und Gemüse (BOG) weist auf die Untersuchungsergebnisse des Bundesamtes für Verbraucherschutz (BVL) hin, worin festgestellt wurde, dass die Höhe der Rückstände abhängig von der Herkunft ist.

Erzeugnisse aus der EU enthalten weniger Pflanzenschutzmittelrückstände als Importe von außerhalb der EU. Im Jahr 2018 wurden lediglich bei 1,3% der untersuchten Erzeugnisse aus Deutschland Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte festgestellt. In den vergangenen fünf Jahren bewegte sich diese Quote stets auf sehr niedrigem Niveau zwischen 1 und 2% (2017: 1,1%). Lebensmittel aus anderen EU-Staaten waren ähnlich gering belastet. Bei importierten Lebensmitteln aus Nicht-EU-Staaten ist die Zahl der Überschreitungen im Jahr 2018 auf 8,8% (Vorjahr 6,3%) gestiegen. Sie steigt seit 2015 tendenziell an.

Bei differenzierter Betrachtung der Daten zeigt sich jedoch, dass die meisten Lebensmittel aus Nicht-EUStaaten wie Äpfel, Kartoffeln, Tomaten, Orangensaft und alle untersuchten tierischen Lebensmittel nur gering belastet sind und keine oder nur wenige Überschreitungen des Rückstandshöchstgehalts aufweisen. Quoten von über 15% und mehr werden zumeist nur bei wenigen Produkten wie Gemüsepaprika, Bohnen mit Hülsen, frischen Kräutern und Auberginen festgestellt.

Die hierbei häufig nachgewiesenen Wirkstoffe sind Carbendazim in Gemüsepaprika, Acephat und Methamidophos in Bohnen sowie Chlorpyrifos in frischen Kräutern. „Lebensmittel, insbesondere deutsche Gemüseprodukte in Deutschland, enthalten nur sehr geringe Pflanzenschutzmittelrückstände. Es besteht kein Risiko für den Verbraucher.“ fasst Christian Ufen die Ergebnisse zusammen. (ZVG/BfG)

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