Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Bestäubung durch Honigbienen in Frage gestellt?

Die Bestäubung der Obstkulturen ist nicht ausreichend gesichert.Münster (LK). In Gärten und Obstwiesen stehen die Kirschbäume in Blüte. Auf dem Lande leuchten gelbe Rapsflächen. Ein Heer von Bienen muss bereitstehen, sollen diese Kulturen reichen Ertrag bringen. Die Imker wandern derzeit gezielt Rapsfelder und Obstplantagen an, doch leider gibt es immer weniger Bienenvölker, teilt die Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe mit.

 

Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Völker in Westfalen-Lippe um fast 25 Prozent gesunken. Es ist zu befürchten, daß es bald nicht nur für landwirtschaftliche Kulturen an Bestäubern mangelt.

 

In Westfalen-Lippe betreuen 6.000 Imker 42.000 Bienenvölker. Die meisten Imker halten weniger als sieben Völker. Ihren Bienenstand haben sie meist in direkter Nähe zu ihrem Wohnsitz. So ist die Bienendichte in den Ballungszentren Ruhr-Lippe mit 3,8 Bienenvölkern je Quadratkilometer deutlich höher als auf dem Lande, wo z.B. im Kreis Coesfeld nur 0,9 Völker gezählt werden.

 

Die Bienen haben im Winter von ihren Vorräten gezehrt. Nun müssen die Vorratstöpfe wieder aufgefüllt werden. Die Völker benötigen Blütenstaub und Nektar, um die alten Winterbienen durch junge Sommerbienen ersetzen zu können. Die kalte und regnerische Witterung hat die Bienen am Ausflug gehindert und bremste die Frühjahrsentwicklung. So ist die Bestäubung der Obstkulturen nicht ausreichend gesichert.

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