Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Berlin: F.R.A.N.Z.-Projekt auf der Grünen Woche 2024

Das F.R.A.N.Z.-Projekt (Für Ressourcen, Agrarwirtschaft & Naturschutz mit Zukunft) ist vom 19. bis 28. Januar gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft auf der 88. Grünen Woche in Berlin vertreten.

F.R.A.N.Z.-Projekt auf der Grünen Woche 2024: Biodiversität fördern - Hemmnisse abbauen.

In Halle 3.2 (Stand 403) auf dem ErlebnisBauernhof informiert das Projekt über die Ergebnisse der letzten sieben Jahre und stellt die im Projekt entwickelten und erprobten Naturschutzmaßnahmen hinsichtlich ihrer ökologischen Wirksamkeit sowie ihrer Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit vor.

Besucherinnen und Besucher können sich im Gespräch mit den Projektbeteiligten aus Wissenschaft, Landwirtschaft und Beratung zu Erfahrungen und Erkenntnissen austauschen, z.B. worauf bei einer erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen besonders geachtet werden muss. Aktuell werden im Projekt ökologisch wirksame Maßnahmen auf 7,5% der betrieblichen Flächen umgesetzt und wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit untersucht. Auf der Maßnahme Insektenwall konnten auf zwei F.R.A.N.Z.-Betrieben bemerkenswerte Nachweise von neun Laufkäferarten erhoben werden. Der Insektenwall scheint durch seine erhöhte Vielfalt an Mikrohabitaten artenreicher als andere Maßnahmen zu sein.

Seit 2023 wird zudem bei einem Teil der Betriebe ein gesamtbetrieblicher Ansatz verfolgt, wobei die individuellen Bedürfnisse der Betriebe in den Mittelpunkt gestellt werden und somit mehr Flexibilisierung sowohl bei der Umsetzung als auch in der Ausgestaltung der Maßnahmen ermöglicht wird. Dieser Ansatz ist ein unmittelbares Ergebnis aus der sozioökonomischen Forschung des Projektes. Damit einhergehend ist der rasche Hemmnisabbau und die Implementierung von praxisgerechten Auflagen essenziell, um Unsicherheiten und Bedenken bei den Landwirtinnen und Landwirten auszuräumen. Im Fokus des Projektes steht daher auch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit, um die förderpolitischen Rahmenbedingungen für eine breite Übertragbarkeit der F.R.A.N.Z.-Maßnahmen voranzutreiben.

Eine weitere Kernthese des Projektes ist die angemessene Honorierung. Zur größeren Akzeptanz und höheren Teilnahmebereitschaft bei den Landwirtinnen und Landwirten führen regional differenzierte Förderhöhen für Biodiversitätsmaßnahmen unter Berücksichtigung der standortabhängigen Opportunitätskosten. Die Honorierung von landwirtschaftlichen Leistungen ist auch vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Situation relevant.

Hintergrund

Das F.R.A.N.Z.-Projekt entwickelt und erprobt Naturschutzmaßnahmen, die sowohl ökologisch wirksam als auch praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig sind. Die Maßnahmen werden auf 10 deutschlandweit verteilten Demonstrationsbetrieben umgesetzt. Das Projekt wird von der Umweltstiftung Michael Otto und dem Deutschen Bauernverband geleitet. Wissenschaftlich begleitet wird es durch die Thünen-Institute für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen, Betriebswirtschaft und Biodiversität, die Georg-August-Universität Göttingen und das Michael-Otto-Institut im NABU. In den Projektregionen betreuen und beraten die Landesbauernverbände und deren Kulturlandschaftsstiftungen sowie weitere Partner die zehn Demonstrationsbetriebe.

Die Förderung des Projekts erfolgt mit Mitteln der Landwirtschaftlichen Rentenbank, mit besonderer Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz.

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