Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Belgien: Obst- und Gemüseverzehr unter der Lupe

Tomaten und Bananen bleiben die meistgekauften Gemüse- und Obstsorten in Belgien. Die Gemüseeinkäufe der Privathaushalte im Königreich steigen leicht, Frischobst hingegen steht unter Druck.

Belgischer Frischobst- und Frischgemüseeinkauf. Grafik: VLAM.

Das geht aus der rezenten Marktstudie von Flanderns Agrar-Marketing-Büro VLAM auf Basis des YouGov-Verbraucherpanels mit 6.000 Haushalten und des iVox/VLAM-Verbrauchertrackers mit 7.300 Belgiern hervor.

2024 kaufte jeder Belgier im Schnitt 36,5 kg frisches Gemüse, ein mengenmäßiges Plus von 1,6% gegenüber dem Vorjahr. Der Frischobsteinkauf schlug mit knapp 40 kg zu Buche, das sind 1,7% weniger, als vor Jahresfrist. Infolge höherer Preise mussten die Verbraucher für ihre Einkäufe tiefer in die Tasche greifen: Während Gemüse sich um 3% verteuerte, stiegen die Obstpreise um 4,5%. 2024 wendeten die Belgier pro Person im Schnitt 127 Euro für Gemüse und 138 Euro für Obst auf.

Tomaten bleiben unangefochtene Nummer Eins

Mit einem pro-Kopf-Verzehr von 5,14 kg bleibt die Tomate die beliebteste Gemüsesorte im Königreich. Auf den weiteren Plätzen folgen Möhren und Zwiebeln. Kirschtomaten steigen weiterhin stark in der Gunst der Verbraucher und machen inzwischen 56% des Tomatenumsatzes aus. Spargel, Chinakohl und Römersalat verbuchten 2024 mit einem Plus von 31, 21 bzw. 11% die höchsten Wachstumsraten im Gemüsesegment.

Bananen und Äpfel weiterhin sehr beliebt

Bananen sind mit einem pro-Kopf-Verzehr von 8,09 kg weiterhin die mit Abstand beliebteste Obstsorte der Belgier, gefolgt von Äpfeln mit 6,67 kg per capita. 40% des Volumens entfallen auf die Sorte Jonagold.
Die Birneneinkäufe sind 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 11% gesunken. Die Conference-Birne baut ihren Vorsprung weiter aus und repräsentiert inzwischen 80% aller in Belgien verkauften Birnen.

Wo findet der Obst- und Gemüseverzehr statt?

Im zurückliegenden Jahr konsumierten 67% der Belgier Gemüse und 60% Obst. Gemüse wird hauptsächlich zu Hause und abends gegessen: 76% der Gemüsemahlzeiten werden in den eigenen vier Wänden eingenommen, vor allem beim Abendessen (56%). Obst wird etwas häufiger außer Haus gegessen und über den Tag verteilt. Das meiste Obst wird nachmittags verzehrt.

Wachstumsplus für Hauslieferungen und Take-away-Mahlzeiten

Obwohl der Inhome-Verzehr nach wie die wichtigste Verzehrstätte für Obst und Gemüse bleibt, gewinnt der Außer-Haus-Konsum 2024 an Terrain. Take-away-Mahlzeiten und Hauslieferungen machen 8% der warmen Mahlzeiten aus. 72% der warmen Mahlzeiten werden am eigenen Herd zubereitet.

Stabile Marktanteile beim Absatz von Frischobst und -gemüse

In puncto Frischobst- und Frischgemüseabsatz haben sich die Marktanteile der verschiedenen Einkaufsstätten 2024 nahezu auf dem Vorjahresniveau stabilisiert. Die größeren Supermärkte belegen mit einem Marktanteil von 53% die Pole Position, gefolgt von den Hard Discountern und Nachbarschaftssupermärkten mit 25 bzw. 9%. Der Volumenanteil der Wochenmärkte liegt bei 4%, während E-Commerce und die sogenannte „kurze Kette“ (Hofläden, Bauernmärkte, etc.) bei 2 bzw. 1,5% landen.

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