Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Belgien: Gratis Tulpen für Antwerpen

Antwerpen, die Welthauptstadt der Diamanten, war am Samstag, dem 20. Januar 2018 Schauplatz für eine spektakuläre Aktion mit 100.000 Tulpen. 4.500 Besucher konnten sich auf dem Astridplein ihren eigenen Tulpenstrauß zusammenstellen.

100.000 Tulpen für Antwerpen. Bild: VLAM.

Der von Flanderns Agrar-Marketing-Büro VLAM und den flämischen Tulpenerzeugern initiierte Selbstbedienungsgarten für Tulpen feierte am vergangenen Wochenende Première in der belgischen Hafenstadt. Jeder Passant war eingeladen, sich mit 15 Tulpen am Blumenbuffet zu bedienen. Bei tristem Januar-Wetter wurden die Tulpen ihrer Rolle als freudebringendem Botschafter mehr als gerecht. Zudem wurde die belgische Tulpenerzeugung ins Rampenlicht gerückt, die mit einer Jahresproduktion von 60 Mio. Stück einiges zu bieten hat.

Belgien zählt rund zehn professionelle Tulpenerzeuger. Tuliflor aus dem ostflämischen Laarne ist stark auf die Tulpenerzeugung spezialisiert und zugleich das einzige Unternehmen, das sich ganzjährig dieser Kultur widmet. Tuliflor produziert jährlich 40 Mio. Tulpen. Damit ist das Unternehmen nicht nur die belgische Nummer eins, sondern einer der führenden europäischen Player. 27 bis 30 Mio. Tuliflor-Tulpen werden jährlich im Exportgeschäft abgesetzt. Christoph Pieters, Geschäftsführer: „Wer an Tulpen denkt, denkt vielfach automatisch an die Niederlande. Doch auch Flandern hat in puncto Tulpen einiges zu bieten. Im Vergleich zu unseren niederländischen Nachbarn produzieren wir vornehmlich die dickeren Tulpenzwiebeln. Das führt zu starken Stielen und größeren Blüten mit längerer Haltbarkeit.“

Ein bunter Strauß aus flämischen Schnittblumen

38 flämische Produzenten haben sich der Schnittblumenerzeugung verschrieben. Hierfür bewirtschaften sie ein Areal von 60 ha. Neben den farbenfrohen Tulpen gehören noch zahlreiche andere Varietäten zum bunten flämischen Blumenstrauß, allen voran die klassischen Rosen, gefolgt von den attraktiven Amaryllis, den bezaubernden Nelken oder den eleganten Lilien. Diese Schnittblumen werden entweder direkt über den Handel verkauft oder passieren die Auktionen in Brüssel, den Niederlanden oder Deutschland. Belgische Schnittblumen stehen hoch im Kurs ausländischer Kunden und werden hauptsächlich aus den Niederlanden, Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich geordert. (Quelle: VLAM )

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