Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Belgien: Erneut EU-Fördermittel für Conference-Birne

Belgisch-niederländische Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Mit rund 1,3 Mio. Euro subventioniert die Europäische Kommission auf Antrag von VLAM und der NFO die Absatzförderung der Conference-Birnen.

Die Absatzförderung der Conference-Birnen in Deutschland und Österreich wird mit rund 1,3 Millionen Euro subventioniert durch die Europäische Kommission. Bild: Vlam Belgien.

Mit rund 1,3 Mio Euro subventioniert die Europäische Kommission auf Antrag von Flanderns Agrar-Marketing-Büro (VLAM) und der Niederländischen Organisation von Obstproduzenten (NFO) die Absatzförderung der Conference-Birnen in Deutschland und Österreich.

Mit diesen Fördermitteln macht die EU den Weg frei für die Fortsetzung der Conference-Kampagne „Die leckere Birne aus Europa – Immer eine gute Idee“. Die neue Kampagne hat eine Laufzeit von drei Jahren (2020 – 2022) und geht nahtlos in die aktuelle Kampagne über. Ab 2020 wird sich die Conference-Absatzförderung neben dem deutschen Markt erstmalig auch auf Österreich konzentrieren.

Probieren geht über Studieren

Die belgischen und niederländischen Obsterzeuger bündeln ihre Kräfte für die Absatzförderung der Conference-Birne bereits seit 2012. Herzstück der Kampagne sind Verköstigungen am Point of Sale. Dort werden die Verbraucher an die Conference herangeführt und kommen auf ihren Geschmack. Die Kampagne wirft ihre Früchte ab: Im Ranking der beliebtesten Birnensorten ist die Conference auf den zweiten Platz vorgerückt. Fakt ist auch, dass die Verbraucher in der Saison 2018/2019 ihren Conference-Konsum gegenüber 2012 verdoppelt haben. Auch ist der belgisch-/niederländische Export von Birnen von 86.000 Tonnen im Jahre 2012 auf 107.000 Tonnen im Jahre 2018 deutlich in die Höhe geklettert.

Ganz Deutschland kommt in den Genuss der Conference

Beim Start der gemeinsamen Kampagne im Jahre 2012 lag der Fokus auf der Region Nordrhein-Westfalen. Im Laufe der Jahre wurde der Aktionsradius auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt. Dank der neuen europäischen Fördermittel können die Aktionen ausgeweitet und vertieft werden. So können die Regionen feinmaschiger betreut werden.

Die neue Kampagne wird erstmals auch auf Österreich ausgeweitet. Hier dürften sich neue Absatzmöglichkeiten erschließen angesichts der begrenzten nationalen Obsterzeugung. „Österreich profitiert nun von den Erfahrungen, die wir in Deutschland gesammelt haben“, so Koen Vanswijgenhoven VLAM Regio-Manager für Deutschland, Österreich und Nordeuropa.

Neuausrichtung des Absatzes unabdingbar

Das gesamte Budget der Kampagne wird auf knapp 1,7 Mio Euro beziffert. Während die EU 80% finanziert, steuert die belgisch/niederländische Branche gemeinsam 20% bei.

Die belgischen und niederländischen Birnenerzeuger begrüßen die EU-Fördermittel für die Conference. Neben dem russischen Handelsembargo für europäisches Obst und Gemüse stellt auch der Brexit die Erzeuger vor große Herausforderungen. Die Neuausrichtung des Absatzes ist daher unabdingbar. Dabei werden neue Absatzmöglichkeiten sowohl innerhalb als außerhalb Europas ausgelotet. (VLAM)

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