Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BEE: Gefährdungen des europäischen Energiesystems proaktiv begegnen

MISEREOR e.V. und der Bundesverband Erneuerbare Energie BEE e.V. fordern eine Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien.

MISEREOR und BEE schlagen konkrete Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs fossiler Energieträger vor. Bild: GABOT.

Angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine richten das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR e.V. und der Bundesverband Erneuerbare Energie BEE e.V. einen gemeinsamen Appell an die Politik, die Bemühungen zur Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa zu intensivieren. Auch die Länder des Globalen Südens müssen dabei unterstützt werden, ihre Erneuerbaren-Potenziale auszuschöpfen.

„Die schon seit Herbst 2021 bestehende Preiskrise der fossilen Energien wird durch den Ukrainekrieg noch verschärft. Heimische Erneuerbare Energien leisten als Friedensenergien nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiesouveränität der Länder, sondern auch zur dauerhaften Bezahlbarkeit von Energie und gleichzeitig auch zur Einhaltung der Klimaziele von Paris. Sie müssen jetzt mit voller Kraft ausgebaut werden“, so Dr. Simone Peter, Präsidentin des BEE.

„Nicht nur in Europa sind die steigenden Energiepreise ein großes Problem für zahlreiche Haushalte. Viele Länder des Globalen Südens leiden noch immer stark unten den finanziellen Nachwehen der Corona-Pandemie und können daher aus ihren Staatsfinanzen keine vergleichbaren Entlastungsprogramme wie die reicheren Industrienationen mobilisieren“, kommentiert Peter Meiwald, Abteilungsleiter Afrika und Naher Osten bei MISEREOR. „Mit dem Krieg wächst der Druck auf diese Nationen, ihre fossilen Energievorkommen noch schneller zugunsten des Globalen Nordens auszubeuten.“

MISEREOR und BEE schlagen konkrete Maßnahmen vor, mit denen hierzulande kurzfristig der Verbrauch fossiler Energieträger in allen Sektoren gesenkt und der schnellstmögliche Ausbau Erneuerbarer Energie vorangetrieben werden kann. Gleichzeitig darf den Ländern des Globalen Südens ihre eigene Perspektive nicht verbaut werden, eine nachhaltige Entwicklung auf Grundlage Erneuerbarer Energien voranzubringen:

  • Nachbesserung des „Osterpakets“ der Bundesregierung zur Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien im parlamentarischen Verfahren und schnelle Ausarbeitung des geplanten „Sommerpakets“, mit dem unter anderem mehr Flächen und Genehmigungen für den Bau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen geschaffen werden sollen
  • Ausbau von Bürgerbeteiligung und kommunaler Teilhabe
  • Attraktivere Ausgestaltung der Eigen- und Direktversorgung mit Solarstrom
  • Unbürokratische Mieterstromregelung, die es auch Mieterinnen und Mietern erlaubt, den solar erzeugten Strom selbst zu verbrauchen.
  • Stärkung des Repowerings, also des Ersatzes von alten durch neue Anlagen.
  • Schaffung von tatsächlichen Perspektiven für Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft
  • Anpassung des Strommarktdesigns an die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energieträgern im Rahmen der angekündigten „Plattform klimaneutrales Stromsystem“.
  • Eine umfassende Mobilitäts- und Wärmewende
  • Gezielte Unterstützungsmaßnahmen für einkommensschwache Haushalte
  • Solidarische Unterstützung für die Länder des Globalen Südens beim Aufbau der Energiesouveränität
  • Einhalten der Versprechen für internationale Klima- und Energiegerechtigkeit (BEE)

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