Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BdS: Langfristige Präsenz von Stauden auf Gartenschauen

Michael Moll, Vorsitzender des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) berichtete anlässlich der BdS-Wintertagung vom 5. bis 7. Februar 2019 in Grünberg über die positive Herbstsaison, der die Staudengärtner einen insgesamt guten Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr zu verdanken haben.

Aktiv für Stauden auf Gartenschauen: (v. l. n. r.) Rüdiger Eckhardt, Ausstellungsbevollmächtigter der BUGA Heilbronn, Daniela Kuptz, Hochschule Neubrandenburg, und Martin Becker, Vertreter des BdS im ZVG-Arbeitsausschuss Ausstellungsfragen. Bild: BdS/ Banse.

Die langanhaltende Trockenheit im vergangenen Sommer erforderte einen sehr hohen Arbeitsaufwand in den Betrieben. Aufgrund der Witterung kam es zu Engpässen in der Vermehrung. Der gute Herbstverkauf wird zudem dazu beitragen, dass die Sortimentstiefe im Frühjahr nicht vollständig gegeben ist. Die Qualitäten sind durchgehend hervorragend. Zur Sicherung der Lieferbarkeit sollten für Projekte Stauden aber rechtzeitig vorbestellt werden, empfahl Moll. Beeindruckend waren trockenheitsverträgliche Pflanzungen, die sich in der Hitze und Dürre sehr gut bewährt haben. „Für den Klimawandel haben wir Staudengärtner schon seit Jahrzehnten angepasste Stauden“, fasste der BdS-Vorsitzende zusammen.

Wie lange sich Stauden auf fachgerecht gepflegten Flächen halten können, illustrierte Daniela Kuptz, Hochschule Neubrandenburg, bei ihrem Vortrag über Stauden auf Gartenschauen seit den Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts. In Potsdam waren 2018 in den kartierten Beeten des ehemaligen Geländes der Bundesgartenschau (BUGA) von 2001 noch über 70% der Originaltaxa erhalten, in Koblenz (BUGA 2011) und Hamburg (IGS 2013) jeweils über 60%. Da die Pflege oft mangelhaft ist und gute Pflanzenbestände gefährdet sind, sprach sich die Landschaftsarchitektin für einen Ausbildungsberuf „Pflegegärtner“ sowie Pflegehandbücher auch für Gartenschauen aus. Ausschreibungen sollten zudem verstärkt Forderungen nach Dauerhaftigkeit, Standortgerechtigkeit und Strategietyp aufgreifen.

„Stauden aus Staudengärtnereien sind Investitionsgüter und keine Konsumgüter“ bekräftigte auch Erich Luer, Leiter des BdS-Arbeitskreises Markt, die Sichtweise der Gartenschauexpertin. Die allseits geforderte Nachhaltigkeit erfüllen Staudengärtnereien überzeugend. Martin Becker vertritt den BdS im Beirat für Ausstellungsfragen der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG). Er lud zu einem Treffen mit dem Gartenschaubevollmächtigten Rüdiger Eckhardt ein. Ziel ist es, die Breite des Sortiments auf Gartenschauen langfristig zu erhalten. Eine engere Zusammenarbeit von Planern und Staudengärtner sahen die Beteiligten als eine wichtige Maßnahme an. Über die bevorstehende Bundesgartenschau Heilbronn berichtete Eckhardt ausführlich in einem Vortrag. Der BdS-Vorstand wird am 10. Juli 2019 mit interessierten Mitgliedern die Bundesgartenschau Heilbronn besichtigen.

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