Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BdS: 150 Teilnehmer beim Seminar "Gärten für Insekten"

Der Bund deutscher Staudengärtner will wissenschaftliche Erkenntnisse von der Beziehung zwischen Insekten und Pflanzen nutzen.

Eine Bienenmischung wird auf der Landesgartenschau in Ingolstadt präsentiert. Bild: Andreas Adelsberger.

Auf der Welle der Insektenfreundlichkeit schwimmen viele Hersteller, deren Produkte keinem Insekt nutzen. Der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), der Nist- und Nahrungspflanzen kultiviert, will hingegen wissenschaftlich fundierte Kenntnisse der Wechselbeziehungen von Insekten und Pflanzen erforschen und nutzen. Das erklärte der BdS-Vorsitzende Michael Moll zur Begrüßung des Seminars „Gärten für Insekten“ am 18. Februar 2021. „Das Interesse an Stauden und der Umwelt hört mit dem Verkauf der Stauden für unsere Mitglieder nicht auf“, so Moll. „Wir schaffen Modelle und Konzepte für dauerhaft insektenfreundliche Pflanzungen“. Der BdS lud daher zu diesem Seminar, an dem 150 Staudengärtner, Versuchsansteller, Experten aus Botanischen Gärten, Hochschulen, privaten und Naturschutzinitiativen sowie Journalisten online teilnahmen.

Bei den Kurzvorträgen erläuterten unter anderem die Versuchsansteller im BdS-Arbeitskreis Pflanzenverwendung die aktuellen Versuchsansätze für Mischungen, die gezielt bestimmte Insektenarten fördern sollen. Dazu kooperieren sie mit Experten der Tierökologie und beziehen heimische und nicht heimische Pflanzen, Wildarten und Züchtungen mit ein. Gärtnerisch-ästhetische und ökologische Ansprüche werden dabei kombiniert. Ute Aland, Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe, stellte entsprechende Vorversuche zu einer orange-gelb-violetten und einer rosa-weiß-blauen Mischung vor. Andreas Adelsberger, Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Veitshöchheim, berichtete von sechs neuen Mischungen für Bienen, Falter und andere Insekten. Zudem testet er vertikale Begrünungskonzepte für artenreiche Klimafassaden, in denen Nistmodule eingearbeitet sind. Cornelia Pacalaj von der LVG Erfurt stellte Pflanzkörbe vor, in die ebenfalls Nisthilfen integriert sind. Hierbei und auch bei vertikaler Begrünung hat sich Hanf-Kurzfasermaterial als insektenfreundlich erwiesen. (ZVG/BdS)

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