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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BDP: Pflanzenzüchtung schafft Vielfalt
Zum Tag der biologischen Vielfalt macht der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) auf die von Pflanzenzüchterinnen und Pflanzenzüchtern geschaffene Vielfalt aufmerksam und betont die Notwendigkeit international harmonisierter Regelungen für den Zugang und die Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen, um weiterhin notwendigen Züchtungsfortschritt, auch zum Wohle der Gesellschaft, zu generieren und so die Transformation von Agrar- und Ernährungssystemen zu begleiten.
„Der uneingeschränkte Zugang zu genetischer Variation, also der Vielfalt an pflanzengenetischen Ressourcen, ist die Basis für eine erfolgreiche Pflanzenzüchtung“ betont BDP-Geschäftsführer Dr. Carl-Stephan Schäfer. Der Wert der biologischen Vielfalt als Grundlage für unsere Versorgung und unser Wirtschaften ist nach wie vor in breiten Teilen der Gesellschaft nicht bekannt. Der Erhalt und der Schutz von genetischen Ressourcen muss das gesellschaftliche Bewusstsein sowie politische Entscheidungen stärker als bisher prägen. Mittlerweile haben 196 Staaten das am 22. Mai 1992 vereinbarte Abkommen über die Biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) unterzeichnet und sich damit verpflichtet, biologische Vielfalt zu schützen, deren nachhaltige Nutzung zu ermöglichen und einen gerechten Vorteilsausgleich zu schaffen. Die Berührungs-punkte für die Pflanzenzüchtung sind erheblich und angemessene Rahmenbedingungen für Ausgestaltung und Umsetzung unerlässlich.
Die Struktur der deutschen Pflanzenzüchtung ist weltweit einzigartig. 58 Züchtungsunternehmen bearbeiten 115 Kulturarten züchterisch und stellen damit mehr als 3.500 Sorten für eine nachhaltige und standortangepasste Landwirtschaft und den Gartenbau zur Verfügung. Jedes Jahr kommen mehr als 250 neue Sorten dazu. Mit dem Sortenschutz wird die uneingeschränkte Nutzung dieser professionell gezüchteten Sorten im Rahmen eines „Open-Source-Systems“ zur Weiterzüchtung weltweit ermöglicht. Aber auch Pflanzenmaterial aus Genbanken oder anderen Teilen der Welt sowie sogenannte Digitale Sequenzinformationen (DSI) müssen für die Pflanzenzüchtung ohne Einschränkungen nutzbar sein. Die zuletzt bei der Vertragsstaatenkonferenz (COP 15) in Montreal angestoßene Überarbeitung des internationalen Regelwerks begrüßt Schäfer als wichtigen ersten Schritt. „Durch eine multilaterale Lösung könnte der derzeitige Flickenteppich unterschiedlicher nationaler Regelungen aufgelöst und die Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen für alle Akteure weltweit erleichtert werden.“

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