- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- BDP: Mitgliederversammlung tagt in Strau...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BDP: Mitgliederversammlung tagt in Straubing
Vor dem Hintergrund multipler Herausforderungen und geopolitischer Verwerfungen gilt es, die Pflanzenzüchtung im übergeordneten Zusammenhang mit Blick auf Ernährungssicherung und den notwendigen landwirtschaftlichen Produktionsgrundlagen in der nationalen Sicherheitsarchitektur mitzudenken. „Wir müssen deutlich machen, dass es hier nicht um Einzelinteressen geht, sondern um die Funktionsfähigkeit eines gesamten Systems“ betonte Stephanie Franck, Vorsitzende des BDP in ihrer Eröffnungsrede. In diesem System funktioniert Pflanzenzüchtung nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Forschung, rechtlichen und ökonomischen Bedingungen, landwirtschaftlicher Praxis und Markt.
In ihrem Impulsvortrag hob Stefanie Sabet, Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbands e. V., die Notwendigkeit von Innovationen hervor, die den Transfer in die Praxis schaffen. „Wir müssen nicht nur zusammenstehen, wenn es um die Bedeutung der landwirtschaftlichen Kette geht, sondern auch im Bereich der Lösungen. Pflanzenzüchtung ist dabei eine Schlüsseldisziplin“, betonte Sabet.
Ein System, viele Perspektiven – Pflanzenzüchtung im internationalen Kontext
Im anschließenden internationalen Panel diskutierten Michael Keller, Generalsekretär ISF, Garlich von Essen, Generalsekretär Euroseeds und Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer BDP, die Rolle der Pflanzenzüchtung im globalen Kontext. Dabei ging es insbesondere um die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors, regulatorische Rahmenbedingungen sowie den Umgang mit neuen genomischen Techniken (NGT) und den Schutz geistigen Eigentums. Auch die Bedeutung pflanzengenetischer Ressourcen und von Genbanken wurde thematisiert – gerade mit Blick auf zukünftige Krisenszenarien.
Stefan Sedlmayer, Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft, schilderte in seinem pointierten Zwischenruf aus Sicht der angewandten Forschung, wie Innovationen den Weg auf den Acker finden können. Dazu brauche es vor allem Zeit und die enge Verzahnung von Forschung und Praxis, denn Züchtungsfortschritt könne nur im System wirken.
Erfolgreiche Pflanzenzüchtung - mehr als gute Gene?!
m zweiten Panel standen die konkreten Voraussetzungen für erfolgreiche Pflanzenzüchtung im Mittelpunkt. Günther Felßner, Präsident Bayerischer Bauernverband, Prof. Dr. Frank Ordon, Präsident Julius Kühn-Institut, Julian Broscheit, Geschäftsführer Saatzucht Steinach GmbH & Co KG sowie Stephanie Franck, BDP-Vorsitzende, beleuchteten unterschiedliche Perspektiven und arbeiteten gemeinsame Handlungsfelder heraus. Diskutiert wurden unter anderem die Wahrnehmung der Pflanzenzüchtung im landwirtschaftlichen Betriebsalltag, Lücken zwischen Pflanzenzüchtungsforschung und praktischer Anwendung sowie Herausforderungen in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, politische Rahmenbedingungen und Umsetzbarkeit.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.