Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BDG: Grüne Oasen sehr begehrt

Die seit Jahren steigende Nachfrage nach Kleingärten liegt mancherorts um das Vierfache höher als vor der Pandemie, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V.

Vielen ist es eine Herzensangelegenheit, sich eine Grüne Oase zu schaffen. Bild: GABOT.

Am 14. Juni fand bundesweit der Tag des Gartens statt. Ein Veranstaltungsprogramm wie in den letzten Jahren entfiel aufgrund der Corona-Beschränkungen. Doch gerade in diesem Jahr schätzen viele Hobbygärtner ihren geschützten Zugang zum Grünen, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e. V. (BDG), der Dachverband der deutschen Kleingärtner. Die seit Jahren steigende Nachfrage nach Kleingärten liegt mancherorts um das Vierfache höher als vor der Pandemie.

Nachfrage nach Kleingärten stark gestiegen

In der Coronakrise sind Kleingärten gefragter denn je. Aktuelle Zahlen des BDG belegen, dass sich die Nachfrage nach Kleingärten im Vergleich zum Vorjahr bundesweit mindestens verdoppelt, in Großstädten wie Berlin, Hamburg und München teilweise sogar vervierfacht hat. „Für viele gibt es derzeit kaum ein größeres Glück als einen Kleingarten zu haben“, sagt BDG-Präsident Dirk Sielmann. „Gerade jetzt zeigt sich auch, wie wichtig die wohnortnahe Lage von Kleingärten ist und welche negativen Folgen eine Verdrängung von Gärten aus den Stadtgebieten hätte.“

Alternative zu Urlaubsreise und Supermarkt

Ein Kleingarten ist ein bezahlbarer Erholungsort für jede Altersgruppe. Solange Urlaubsreisen eingeschränkt möglich sind, bietet der Kleingarten besonders Stadtbewohnern eine geschützte Alternative um sich naturnah zu entspannen und aktiv zu betätigen. Kindern ermöglicht der Kleingarten Begegnungen mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Kleingärtner können zudem Bio-Obst und -gemüse selbst anpflanzen, um sich so teilweise unabhängig vom Lebensmittelhandel selbst zu versorgen.

Kommunen profitieren von Kleingärten

Neben ihrem individuellen Nutzen wirken sich Gartenanlagen ökologisch positiv aus. Die unbebauten Flächen lassen das Regenwasser versickern, die Sauerstoffproduktion durch Pflanzen sorgt für frische Luft und verbessert so das Stadtklima. Indem sie Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, tragen Kleingärten zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei. (BDG)

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