Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BdF: Sommerliche Trockenheit auf Friedhöfen

Hitze, langanhaltende Trockenheit und zunehmender Wassermangel sind inzwischen deutlich spürbare Folgen des Klimawandels und setzen auch den deutschen Friedhöfen erheblich zu.

Gießen auf dem Friedhof. Bild: BdF.

Traditionelle, bisher beliebte Pflanzenarten und -soften leiden vermehrt unter Hitzestress und Wassermangel. "Der Klimawandel verändert die Vegetation auf unseren Friedhöfen nachhaltig. Pflanzen, die über Generationen zuverlässig wuchsen, sind heute oft nicht mehr widerstandsfähig genug. Sie werden zunehmend durch robustere, trockenheitsverträglichere Arten ersetzt", erklärt Michael Ballenberger, Vorsitzender des Bundes deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im Zentralverband Gartenbau e.V.

Die Auswirkungen der Klimakrise sind auf Friedhöfen besonders drastisch, da diese als grüne Lungen und Orte der Erholung in Städten eine entscheidende Rolle spielen. "Es ist essenziell, Friedhöfe als lebendige und biodiversitätsreiche Räume zu erhalten. Sie bieten nicht nur Trost und Erinnerung, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zum städtischen Mikroklima und zur ökologischen Vielfalt", betont Ballenberger.

Im Kontext der zunehmenden Wasserknappheit mahnt der Verband zudem zu einer nachhaltigen und lösungsorientierten Wasserstrategie auf kommunaler Ebene. Starre Gießverbote auf Friedhöfen, wie sie mancherorts bereits diskutiert oder umgesetzt wurden, wären laut Ballenberger kontraproduktiv und könnten weitreichende negative Folgen für die Artenvielfalt und die ökologische Stabilität haben. "Die Friedhofsgärtner haben sich längst auf die Veränderungen eingestellt und bewässern gezielt und sparsam. Statt pauschaler Verbote brauchen wir differenzierte Ansätze und Unterstützung seitens der Politik", fordert Ballenberger. Bereits 2021 hatte der Zentralverband Gartenbau hierzu eine umfassende Wasserstrategie vorgelegt.

Der BdF unterstreicht die Dringlichkeit einer gut durchdachten, zukunftsfähigen und nachhaltigen Strategie im Umgang mit Wasserressourcen, um Friedhöfe langfristig als lebenswerte, attraktive und klimafreundliche Räume zu bewahren.

Als Unterstützung für die Praxis wurde aktuell die Lexikon-Reihe mit dem Werk "Wechselbepflanzung auf Friedhöfen" erweitert. Das Nachschlagewerk stellt über 100 Pflanzenarten und -sorten vor und informiert über Standortansprüche, geeignete Düngung, Wasserbedarf sowie Einsatzmöglichkeiten in Schalen, Strukturbeeten oder Rahmenbepflanzungen.

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