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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BDC: 73. Jahrestagung in Berlin
Rund 130 Teilnehmerinnen waren Anfang Oktober zur BDC-Jahrestagung nach Berlin gereist. Mit Sicherheitskonzept und 3G-Regelung wurden die vergangenen Monate besprochen und Zukunftsaussichten diskutiert. Auf der Tagung wurde deutlich, es lief gut für die Kulturpilze, denn die Nachfrage ist im Jahr eins der Pandemie enorm gestiegen. Grund dafür waren das vermehrte Kochen und Essen der Verbraucher in den eigenen vier Wänden. „Es wurden vor allem verstärkt Frischpilze nachgefragt“, erklärte BDC-Vorsitzender Michael Schattenberg in seiner einführenden Rede. Auch bei der Altersverteilung der Käufer gibt es einen positiven Trend zu verzeichnen. Im Vergleich zu Gemüse insgesamt haben die Champignons eine jüngere Käuferschicht. Insbesondere bei jungen Familien mit Kindern punkten sie stark.
Wie Dr. Hans-Christoph Behr von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) in Bonn erläuterte, waren Pilze zumindest mengenmäßig die größten Gewinner der Coronapandemie. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hat die Einkaufsmenge von März 2020 bis Februar 2021 um 19,9% zugelegt. Bei den Verbraucherpreisen konnten sie dagegen lediglich 4,2% mehr einfahren als im selben Zeitraum der Vorjahresperiode.
Zusätzlich machen nicht nur die Umsetzung der Hygienekonzepte sowie steigende Energiekosten und die CO2-Bepreisung den Betrieben zu schaffen, sondern auch der Wegfall der Umsatzsteuerpauschalierung, mehr Kapazitäten bei der Champostlagerung sowie gestiegene Zulieferer- und Treibstoffpreise. Die Steigerung des Mindestlohns auf 12 Euro wird die arbeitsintensive Branche zusätzlich vor Herausforderungen stellen, denn die frischen Pilze werden per Hand geerntet.
„All diese Kosten müssten eigentlich auf die Produkte umgelegt werden“, betonte Schattenberg. Das muss bei den Kunden und letztlich den Preisverhandlungen mit dem LEH auch ankommen. (ZVG/BDC)

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