Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BdB: Neue Steuerregeln verteuern Baumschulprodukte

Gehölze werden im nächsten Jahr abermals teurer. Grund ist der Wegfall des Pauschalsteuersatzes für Baumschulen, informiert der Bund deutscher Baumschulen (BdB).

Die Abschaffung der Steuervergünstigung schlägt sich direkt bei den Preisen nieder. Bild: GABOT.

„Der Deutsche Bundestag hat noch in der alten Wahlperiode den weitgehenden Wegfall des pauschalen Mehrwertsteuersatzes beschlossen. Damit verteuern sich Bäume, Sträucher, Rosen und alle anderen Baumschulgehölze im neuen Jahr um bis zu 8%“, so Helmut Selders, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen. „Wir haben uns politisch dagegen gewehrt, aber europolitische Erwägungen der Politik haben zu der Abschaffung der Steuervergünstigung geführt. Das schlägt sich eins zu eins bei den Preisen nieder und betrifft öffentliche Pflanzenverwender genauso wie private Pflanzenkunden.“

Diese Verteuerung komme ausgerechnet in einer Zeit, in der ohnehin stark steigende Preise zu verzeichnen seien. Selders: „Produktionsmittel wie Dünger, Kraftstoffe, Pflanzstäbe und Umverpackungen, aber auch die Logistik verzeichnen teils explodierende Preise. Die Baumschulen müssen diese Kostensteigerungen weitergeben.“

Darüber hinaus führe die immer stärker steigende Nachfrage bei Gehölzen im Angesicht einer konstanten Produktion zu einer Verknappung der Baumschulware am Markt. „Auch das hebt das Preisniveau. Jungpflanzen, die von weiterverarbeitenden Baumschulen gekauft werden, haben sich im Preis erheblich verteuert. Dieses Phänomen beobachten wir mittlerweile nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa, das durch deutsche Baumschulen beliefert wird. Der Bund deutscher Baumschulen geht daher von einer weiteren Preisspirale in den nächsten Monaten aus“, prognostiziert Selders. (bdb)

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