Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BdB: Mit Bäumen im Garten dem Klimawandel trotzen

Allerorten werden jetzt Bäume für das Klima gepflanzt und es wird deutschlandweit zu großen Baumpflanzaktionen aufgerufen.

Mit Bäumen im Garten dem Klimawandel trotzen. Bild: Pixabay.

„Tolle Aktionen!“ Der Vorsitzende des Verband der Garten Baumschulen BdB e.V., Oliver Fink von der GartenBaumschule Becker, Bergisch Gladbach, freut der Baumpflanzboom sehr. „Ich hoffe nur, dass nicht wahllos irgendwelche Bäume gepflanzt werden, sondern dass die jungen Setzlinge gut auf die Bedingungen des jeweiligen Standorts abgestimmt sind. Damit die Bäume eine reelle Anwachschance haben, sollten sie auch gute ‚Klimabäume‘ sein. D.h. die Bäume sollten mit den lokalen Folgen des Klimawandels gut klarkommen. Sie müssen Trockenheit, Hitze, generelle Wetterextreme aushalten und auch durch den Klimawandel eingeschleppte Krankheiten und Schädlinge überstehen können.“ Vor allem für – im Platz meist begrenzte – Privatgärten sind gründliche Überlegungen vorab und eine sorgfältige Auswahl des passenden Baumes unabdingbar. Extremstandorte sind in Privatgärten zwar eher selten, aber auch hier sind die Folgen der Klimaveränderung spürbar und wirken sich auf alle Pflanzen aus. Andere Arten als bisher werden Einzug halten. Seit langem schon sind Wissenschaftler und Fachleute der Baumschulen damit beschäftigt, Sorten zu suchen, die auch in Zukunft gut für Privatgärten geeignet sind. Dabei muss auch die Frage der heimischen Pflanzen neu bewertet werden. Nicht alle der ursprünglich hier vorkommenden Sorten können sich schnell genug an die veränderten Klimabedingungen anpassen. Ihre Lebensräume werden sich daher in den nächsten Jahrzehnten vermutlich verschieben.

Im Garten, vor allem wenn sich der Garten mitten in der Stadt befindet, muss ein einheimischer Baum nicht unbedingt die beste Wahl sein. Für die Auswahl der Pflanzen ist es wichtig, neben den Besonderheiten des einzelnen Gewächses auch mehr und mehr auf regionale Unterschiede zu achten. Eine deutschlandweite Betrachtung ist hier unmöglich, da es so viele verschiedene Standorte mit den unterschiedlichsten Bedingungen gibt. Ein gutes Beispiel dafür ist Liquidambar – der Amberbaum mit einer prachtvollen Herbstfärbung. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, ist er inzwischen auch in Europa zuhause. Er liefert wertvolles Holz, kommt mit wärmeren Temperaturen, Trockenheit und auch Überflutungen gut zurecht und bietet einheimischen Insekten viel Nahrung. Im Gebiet rund um Köln ist der Amberbaum ein wunderbarer und sehr gesunder Baum, der wenige Ansprüche an seinen Standort stellt. Am Alpenrand hingegen sollte der Liquidambar nicht gepflanzt werden, da er erst spät das Laub abwirft. Bei dem häufig auftretenden frühen Schneefall im Süden Deutschlands brechen die Äste oft reihenweise ab, da sie die schwere Last nicht mehr tragen können. „Gerade wenn Sie einen Baum pflanzen, an dem Sie lange Freude haben wollen, sollten Sie vorher unbedingt mit Fachleuten sprechen“, rät Gärtnermeister Oliver Fink. „Diese kennen die neuesten Forschungsergebnisse und wissen in der Regel ganz genau, welcher Baum dem Klimawandel trotzt. Auch kennen sie sich bestens mit den örtlichen Wetter- und Bodenbedingungen aus. Sich einfach einen Baum aus dem Katalog auszusuchen, funktioniert in der Regel nicht.“ (BdB)

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