Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BdB: Begrüßt das BMUV-Eckpunktepapier

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. begrüßt das BMUV-Eckpunktepapier "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" und weist gleichzeitig auf die Bedeutung der Baumschulen bei der Umsetzung hin.

Mit dem Aktionsprogramm wird die Pflanzung von Stadtbäumen gefördert. Bild: GABOT.

„Wir fordern bereits seit Längerem ein bundesweites Sofortprogramm zur Anpflanzung von 1 Mio. Straßenbäumen. Denn nur mit der Stärkung der grünen Infrastruktur können urbane Räume klimaresilient und damit weiterhin lebenswert gestaltet werden. Daher freut es uns sehr, dass das Aktionsprogramm des BMUV unsere Forderungen aufgenommen hat.“, so BdB-Präsident Helmut Selders.

Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz des BMUV sieht u.a. die Förderung der Pflanzung von Stadtbäumen und Stadtgrün, Forschung und Kompetenzaufbau, Dialog und Partizipation der relevanten Akteur:innen vor. Der BdB verweist auf die besondere Bedeutung der Baumschulen als Gehölzproduzenten bei der Umsetzung des Eckpunktepapiers hin.

„Wir begrüßen die Entscheidung für mehr Straßenbäume und Gehölze in Städten sehr, klar ist aber auch, die Entscheidung muss fachgerecht in Zusammenarbeit mit den Baumschulen umgesetzt werden. Denn in den Baumschulen finden sie die Expertise, die dafür gebraucht wird.“, erklärt BdB-Präsident Helmut Selders weiter.

Sollen die Gehölze ihre klima- und schadstoffregulierende Funktionen entfalten können, braucht es Gehölze, die eine standortgerechte Verwendung finden. Die Pflanzen müssen zum Beispiel mit den spezifischen Umweltbedingungen an ihrem Verwendungsort zurechtkommen, vital wachsen, resilient sowie vielfältig sein, um auch die Biodiversität zu fördern. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Baumschulprodukten so hoch wie noch nie und steigt stetig weiter. Somit ist es unerlässlich, die politischen Rahmenbedingungen so anzupassen, um die Baumschulbranche zu stärken und die Sicherung der deutschen Gehölzproduktion im nächsten Jahrzehnt zu gewährleisten.

Damit die Nachfrage nach Straßenbäumen oder Stadtgrün von den Baumschulen dauerhaft adäquat gedeckt werden kann, müssen die nachfolgenden Anforderungen erfüllt werden:

· Anerkennung der Sortimentsbreite statt Fokussierung auf heimische bzw. gebietseigene Gehölze

· Förderung neuartiger Züchtungsmethoden wie CRISPR/Cas (Genschere)

· Förderung der Gehölzforschung durch einen Stiftungslehrstuhl des Bundes

· Förderung mehrjähriger Modell-Demonstrationsvorhaben als Praxisversuche zur Verwendungstauglichkeit.

Darüber hinaus sollte frühzeitig das Gespräch mit den Baumschulen gesucht werden, damit eine Beauftragung mehrere Vegetationsperioden vor der Auslieferung stattfinden kann. (BdB)

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