Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BdB: Baumpflanzungen und Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden

Der Hauptgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V., Markus Guhl, widerspricht der Kritik des Leiters der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, wonach staatliche Ausgaben für Baumpflanzungen zulasten der inneren Sicherheit gingen.

Baumpflanzungen und Sicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sagt der BdB. Bild: GABOT.

„Die Aussagen von Herrn Ischinger stehen in einer Reihe von Forderungen, Investitionen in grüne Infrastruktur zurückzufahren und stattdessen ausschließlich Sicherheit oder Wirtschaft zu priorisieren. Dieser Ansatz greift zu kurz“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des BdB.

Selbstverständlich sei es zwingend notwendig, die innere Sicherheit zu stärken und Anschläge wie zuletzt in Berlin wirksam zu verhindern. „Daran gibt es keinen Zweifel. Der Schutz der Bevölkerung hat oberste Priorität“, so der BdB weiter. „Aber Sicherheit und Klimaresilienz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Die pauschale Abwertung von Baumpflanzungen als überflüssig oder falsch verkenne die tatsächlichen Herausforderungen. „Investitionen in klimaresiliente Städte, gesunde Bäume und grüne Infrastruktur sind kein Luxusprojekt, sondern eine notwendige Vorsorge angesichts zunehmender Hitze, Dürre und Extremwetterereignisse“, betont Guhl.

Zudem sei die Behauptung, es fehle grundsätzlich an finanziellen Mitteln, nicht haltbar. „Es ist ausreichend Geld vorhanden, um sowohl Maßnahmen zur inneren Sicherheit als auch Investitionen in Klimaresilienz aus dem Sondervermögen zu finanzieren. Die Politik muss beides leisten – nicht entweder oder.“

Der Bund deutscher Baumschulen fordert daher eine sachliche Debatte, die den komplexen sicherheits- und klimapolitischen Herausforderungen gerecht wird. „Eine resiliente Gesellschaft braucht Sicherheit – und sie braucht eine intakte, widerstandsfähige Umwelt.“

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