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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BdB: Angespannte Lage am Gehölzmarkt
Die Vorzeichen für das Pflanzjahr 2026 sind herausfordernd. Trotz intensiver Bemühungen der Baumschulen bleibt die Verfügbarkeit am Markt bei zahlreichen Sorten und Arten begrenzt. Diese Knappheit führt dazu, dass die Bestände enger getaktet sind als üblich.
Vorzieheffekte bei den Beständen
„Wir beobachten derzeit eine außergewöhnliche Dynamik am Markt“, erklärt Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des Bundes deutscher Baumschulen (BdB). „Aufgrund der dringenden Nachfrage gelangen Pflanzen bereits in den Verkauf, die ursprünglich erst für die Vermarktung im Jahr 2027 vorgesehen waren. Diese Vorzieheffekte unterstreichen die angespannte Lage in der Produktion.“
Preisniveau und Markttrends
Vor diesem Hintergrund zeigt sich das Preisniveau am Gehölzmarkt stabil. Marktanalysen des Verbandes deuten jedoch darauf hin, dass die Preise aufgrund der hohen Nachfrage und der begrenzten Verfügbarkeit im Laufe der Saison weiter anziehen werden.
Logistische Herausforderung durch späten Frühling
Zusätzlich verschärft die Witterung die Situation: Nach einem harten Winter startet die Pflanzsaison verspätet. Dies führt zu einer extremen Verdichtung der Arbeitsabläufe in den Betrieben. Wenn die Witterung die Pflanzung zulässt, müssen enorme Mengen in einem deutlich kürzeren Zeitfenster als in den Vorjahren bewegt werden.
Dringender Appell an professionelle Abnehmer
Markus Guhl warnt davor, mit der Auftragsvergabe zu warten: „Die Arbeitskapazitäten der Baumschulen werden in diesem Frühjahr massiv gefordert sein. Wer seine Aufträge nicht rechtzeitig fixiert, riskiert, sich hinten anstellen zu müssen. In vielen Fällen wird eine Lieferung dann erst wieder im Herbstgeschäft möglich sein.“
Der BdB empfiehlt Kommunen, Landschaftsarchitekten und Gartenbauunternehmen daher dringend, den Kontakt zu ihren Lieferbetrieben zeitnah zu suchen und Bedarfe umgehend zu melden. (BdB)

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