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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BBV: Unterstützung von Agrarpolitik gefordert
In Brüssel steht die Entscheidung des Europaparlaments zur gemeinsamen EU-Agrarpolitik für den Zeitraum 2021 bis 2027 kurz bevor – und damit eine wichtige Weichenstellung für die über 100.000 Bauernhöfe in Bayern. Vor der für die kommende Woche geplanten Abstimmung haben sich Bauernpräsident Walter Heidl, Landesbäuerin Anneliese Göller und die Bezirkspräsidenten des Bayerischen Bauernverbandes am Montag in München mit den Europaabgeordneten Manfred Weber, Marlene Mortler sowie Ulrike Müller beraten.
„Die Probleme durch den Klimawandel und nicht zuletzt die Corona-Pandemie führen uns schmerzhaft vor Augen: Eine sichere Lebensmittelversorgung für die knapp 500 Mio. EU-Bürger ist auch im Jahr 2020 keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern ist systemrelevant und leistet einen immer wichtigeren Beitrag für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen“, sagte Bauernpräsident Walter Heidl beim Gespräch mit EVP-Fraktionschef Weber sowie den Parlamentarierinnen, die beide Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung sind. „Damit die Bauernfamilien diese wichtigen Aufgaben auch künftig erfüllen können ist eine verlässliche Unterstützung von Landwirtschaft und ländlichem Raum durch die EU-Politik notwendig. Schließlich sind Land- und Forstwirtschaft beim Klimaschutz und dem Erreichen der Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen ein entscheidender Teil der Lösung.“ Durch den europäischen ‚Green Deal‘, die ‚Farm-to-Fork‘-Strategie und die EU-Handelspolitik müssten diese Potenziale gehoben und die hohen Umwelt-, Tierwohl- und Sozialstandard bei der Arbeit in Bayerns Ställen und auf Bayerns Feldern honoriert und geschützt werden.
Um die bäuerlichen Betriebe und die landwirtschaftliche Struktur in Bayern zu erhalten, ist aus Heidls Sicht eine radikale Kehrtwende in der EU-Handelspolitik notwendig: „Deals wie das geplante Handelsabkommen mit den MERCOSUR-Staaten in Südamerika müssen der Vergangenheit angehören. Klima, Umwelt, Verbraucher und wir Bauern brauchen eine ehrliche und nachhaltige Politik!“, machte Heidl deutlich und bat die drei hochrangigen bayerischen EU-Politiker*innen sich bei den anstehenden Entscheidungen im Sinne der bayerischen Bauernhöfe einzusetzen. (BBV)

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