Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BBV: Fordert Förderung von Humusaufbau

Humus aufzubauen bedeutet für jeden Ackerbauern eine gewaltige Anstrengung und ist je nach Bodenart unterschiedlich erfolgversprechend.

Humus auf bayerischen Feldern bietet riesiges Potenzial. Bild: GABOT.

Humus besteht zu einem großen Teil aus Kohlenstoff, der aus dem Kohlendioxid der Luft stammt. Je mehr Humus im Boden gespeichert wird, desto stärker wird unsere Atmosphäre vom Treibhausgas Kohlendioxid entlastet. „Humusaufbau ist Klimaschutz! Und die Landwirtschaft ist die einzige Branche, die den Humusgehalt im Boden aktiv erhöhen kann“, sagte Bauernpräsident Walter Heidl heute auf der Landesversammlung des Bayerischen Bauernverbandes in Herrsching. Durch eine Steigerung des Humusgehalts um 0,1% auf den landwirtschaftlichen Flächen in Bayern könnte der CO2-Ausstoß eines Jahres von mehr als zwei Mio. Einwohnern gebunden werden.1) „Wir wollen dieses Potenzial für den Klimaschutz heben und fordern den Freistaat auf, die Landwirte bei ihren Anstrengungen zum Humusaufbau zu unterstützen.“

Vehikel für die Ausgleichszahlung könnte der geplante Kompensationsfonds innerhalb der bayerischen Klimaschutzstrategie sein. Humus aufzubauen bedeutet für jeden Ackerbauern eine gewaltige Anstrengung und ist je nach Bodenart unterschiedlich erfolgversprechend. „Um den Humusaufbau entsprechend zu honorieren, fordern wir eine wirksame Zahlung für die damit verbundene CO2-Bindung“, sagt Heidl.

Humus hat nicht nur einen positiven Einfluss auf den CO2-Haushalt, sondern auch auf Bodeneigenschaften wie Wasserhaltekapazität und Bodenfruchtbarkeit im Allgemeinen. „Im Humus steckt gehöriges Potenzial für den Klimaschutz – und nur wir Landwirte können Humus aufbauen. Damit sind die Bäuerinnen und Bauern beim Klimaschutz ein ganz wichtiger Teil der Lösung“, betont Heidl. (BBV)

1) Der Aufbau von 0,1% Humus entspricht etwa einer Bindung von drei bis sechs Tonnen CO2 je Hektar, abhängig von der Bodenart. Ausgehend von 3,13 Mio. Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in Bayern und basierend auf der Annahme, dass durch 0,1% mehr Humus sechs Tonnen CO2 je Hektar gebunden werden, könnten Bayerns Bauern bei einem Pro-Kopf-Jahresausstoß von 8,6 t CO2 durch Humusaufbau 2,18 Mio Menschen CO2-neutral stellen.

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.